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About gospelwolf

Pastor und Gospelchorleiter, Erfinder und Koordinator der "Norddeutschen Gospelchortreffen" (größtes Gospelfestival Norddeutschlands), Autor der ersten deutschsprachigen Buches über Gospelgottesdienste und Gospel in der Gemeindearbeit "GOSPELIMPULS"

Gospelchortreffen Berlin-Brandenburg

Nicht nur in Norddeutschland gibt es ein regelmäßiges Treffen der Gospelchöre (das hier schon oft erwähnte Norddeutsche Gospelchortreffen “NGCT”) – auch in Berlin-Brandenburg treffen sich seit den 90er Jahren die Gospelchöre regelmäßig, um sich zu begegnen, in Workshops neues zu lernen und gemeinsam zu singen. Bereits zum 21. Mal findet in diesem Jahr das Gospelchortreffen Berlin-Brandenburg statt – vom 15. bis 17. September 2017 in der Gethsemanekirche in Berlin. Das wichtigste dazu in Kürze:

Gospelpower aus Dänemark und Berlin

MassChoir-Training mit Lene & Stephen Nørrelykke (Aarhus),
Laura Kjærgaard (Kopenhagen)
Mitglieder des Opstand Gospel Choir von Hans Christian Jochimsen
und Dozenten der International School of Gospel Music (ISGM)
und Hanjo Krämer (Berlin)
Jugendgospelchor “stimmt so!” / Gospelband “The Goodspellas”

Workshops am Samstagnachmittag
Complete Vocal Technique (CVT)
Lead Vocal Training
Gospel Piano Studies
Gospel-Rap & Beatbox
Projektmanagement & Fundraising
Gospel-Gottesdient-Planung
Gospel-Songwriting
Blues-Gospel mit Gitarre

Großes Finale am Sonntag
Gospel-Gottesdienst mit Pfn. Jasmin El-Manhy & “stimmt so!” Jugendgospelchor
Gospel-Celebration mit MassChoir & Band zum Abschluss

Jetzt anmelden!
Bis 31.7.2017 mit Frühbucherrabatt

Die Infos dazu gibt es HIER!

 

Nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag …

Liedermacher für Dortmund 2019 gesucht!

Der Berliner Kirchentag (hier ein Gospelvideo von dort) ist gerade erst vorbei, da wird bereits der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag vorbereitet

Wer als Texter oder Komponist an der Liederwerkstatt zum Kirchentag 2019 teilnehmen möchte, kann sich schon jetzt bewerben – die Liederwerkstatt findet vom 14.-17. Janur 2018 statt, bis dahin wird auch bereits die Kirchentagslosung feststehen. Die Bewerbungsunterlagen gibt es HIER.

Schon beim Berliner Kirchentag gab es endlich einmal “frischen Wind” und neue Ideen für das Kirchentagssingen (vorher sahen die DEKT-Liderhefte jahrzehntelang fast gleich aus). Die Innovationen hingen wohl zum einen mit dem Reformationsjubiläum zusammen, das “neue” Themen brachte (jedenfalls andere als in den letzten Jahren), zum anderen sicher auch damit, dass es auch für diesen Kirchentag bvereits eine Liederwerkstatt gab, an der auch neue Gesichter beteiligt waren.

“Gott gibt uns nicht den Geist der Sorgen …”

LIEDWETTBEWERB DER KATHARINA-ZELL-STIFTUNG

“Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ 2. Tim 1,7. Dieser Verbandspruch steht über der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Zu diesem Spruch hat die Katharina-Zell-Stiftung, Stiftung des Landesverbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., einen Liedwettbewerb ausgelobt: Gesucht wird ein modernes geistliches Lied, das für das eindrucksvolle Frauennetzwerk der verbandlichen und landeskirchlichen Frauenarbeit steht, singbar in den Gemeinden und Chören der EKHN. Nachdem in der ersten Phase des Wettbewerbs ein Siegertext ausgewählt wurde, geht der Wettbewerb nun in die zweite Runde: Der vorliegende Text soll vertont werden, mit einer Melodie einschließlich Begleitsatz für ein Tasteninstrument sowie einen Satz für gemischten Chor. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2017. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird je zur Hälfte für Text und Melodie vergeben. Die Verleihung findet am 8. Dezember 2017, dem Gründungsdatum der Stiftung, im Rahmen einer Feierstunde in Darmstadt statt.

Die Stiftung hat den Wettbewerb im Rahmen des Reformationsjubiläums und anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens ausgelobt: Katharina Zell hatte in der Zeit der Reformation mehrere Liederbücher herausgegeben, um das reformatorische Gedankengut singend zu verbreiten. Ihr Name steht für Mut, Toleranz und Selbstbewusstsein. Sie ließ sich nicht mundtot machen, setzte sich für Obdachlose und Flüchtlinge ein und stritt energisch mit allen, die die Glaubens- und Gewissensfreiheit in Frage stellten. Das neue Lied soll in Anlehnung an die Namensgeberin der Stiftung den über 355 Frauengruppen und Kirchengemeinden, 350 Einzelmitglieder und 18 Mitgliedsverbände des Landesverbands Kraft geben; es soll Solidarität schaffen und der gemeinsamen Identifikation dienen.

Mitglieder der Jury sind: Angelika Thonipara, geschäftsführende Pfarrerin Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., Tanja Bergelt, Katharina-Zell-Stiftung, Janine Knoop-Bauer, Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., Christa Kirschbaum, Landeskirchenmusikdirektorin der EKHN, Gerlinde Fricke, Dekanatskantorin Dekanat Darmstadt-Land, Andrea Zerbe, Kantorin und Ursula Reichert, Forum FrauenSingen.

Weitere Informationen, den Text des Liedes (“Gott gibt uns nicht den  Geist der Sorgen”) gibt es unter www.katharina-zell-stiftung.de.

“Ein feste Burg” mal anders …

Auf die Challenge “500 Chöre singen ‘Ein feste Burg'” habe ich ja schon einmal hingewiesen.
Bei dieser Aktion gibt es jetzt einen interessanten Gospelbeitrag vom Gospelchor “Good News” aus Hermannsburg. HIER kann man ihn ansehen – und auch mit einem Klick zum Ausdruck bringen: “Gefällt mir” … – Lasst Euch überraschen!

NGCT 2018: 7. bis 9. September in Uelzen

Endlich: DER TERMIN FÜR DAS 10. NORDDEUTSCHE GOSPELCHORTREFFEN STEHT!

Viele haben schon nachgefragt – zumal “turnusgemäß” das 10. Norddeutsche Gospelchortreffen schon 2017 hätte stattfinden müssen. Wegen des Reformationsjubiläums mit seinen vielen Veranstaltungen wurde schon frühzeitig beschlossen, dass das Treffen erst 2018 stattfinden soll. Jetzt steht es fest: Zu seiner zehnten Ausgabe kehrt Deutschlands größtes und ältestes Gospelfestival an seinen Ursprungsort zurück – Das 10. “NGCT” wird – wie schon das erste 1999 – in Uelzen stattfinden und zwar vom 7. bis 9. September 2018.

Weitere Infos folgen!

bahnhof_platz

Uelzen: Nicht nur bekannt durch den Hundertwasserbahnhof, sondern seit 1999 auch als “Mutter der norddeutschen Gospelszene”!

siehe auch: http://www.gospelszene.de/news/4488-10-norddeutsches-gospelchortreffen-ngct-2018/

Glückwunsch: Eröffnung der Pop-Akademie in Witten

GOSPEL IST DIE REFORMATION VON HEUTE

Meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche an die Pop-Akademie zu ihrer Eröffnung!
Martin Luther hat mit seinen Liedern den Anschluss an das Lebensgefühl der Menschen seiner Zeit hergestellt – UND die musikalische Tradition zeitgemäß weiterentwickelt – denn er hat ja auch mittelalterliche Gesänge verdeutscht und damit verständlich gemacht und modernisiert! Dieser musikalische Flügel des Reformationsgeschehens hat wesentlich zum Gelingen der Reformation beigetragen. Deshalb sind auch heute alle Bemühungen in dieser Richtung den Einsatz wert und wir brauchen deshalb auch – unter anderem – eine sehr viel größere Zahl von Stellen für Popularmusik in der Kirche. Und wir brauchen Menschen, die solche Stellen besetzen, die das nicht als Ersatz oder Verdrängung der “klassischen Kirchenmusik” sehen, sondern die im Idealfall von beidem Ahnung haben. Dann kann auch heute Reformation gelingen.
Übrigens sind die Gospelbewegung und der Aufschwung der kirchlichen Popularmusik insgesamt die vielleicht einzige einigermaßen nachhaltige Belebungskampagne der letzten dreißig Jahre in unserer Kirche – ungefähr so lange gibt es sie schon und sie ist immer noch frisch, sie erreicht gerade auch die sog. “mittlere Generation”, die in der Kirche sogar noch seltener zu finden ist als Jugendliche. Umso erstaunlicher: sie stand in keinem Strategiepapier der Kirchenleitung – weder im Konzept “Öffnen und Verdichten” der VELKD noch im Kommunikationskonzept “Brücken bauen”, auch in evangelikalen Gemeindaufbaukonzepten (“Überschaubare Gemeinde” oder auch “NCD”) kam und kommt so etwas nicht vor. Nicht einmal so richtig im Papier “Kirche der Freiheit”, das zu einer Zeit entstand, als keiner mehr die Realität des Gospelbooms bestreiten konnte (1998 war das noch so: Da habe ich das “1. Norddeutsche Gospelchortreffen” organisiert und musste mir von Kirchenleitenden und Kirchenpresse noch anhören, den von mir behaupteten “Gospel-Boom” gebe es nicht, weshalb es für das Festival auch praktisch keine offizielle Unterstützung gab – nur der weltliche NDR berichtete begeistert …).
Was sagt uns das? Wir sollten weniger auf ausgefeilte Strategien vertrauen, schon gar nicht die Kirchenreform von Ideen erwarten, die den Gemeinden “top-down” diktiert werden, sondern Ausschau danach halten, wo und wie das Evangelium auch heute seine Kraft entfaltet – das ist nämlich der Kern der Gospelbewegung; Gospel heißt ja übersetzt “Das gute Kraftwort” und beschreibt damit das Wesen des Evangeliums, dem wir auch heute noch Veränderung zutrauen dürfen.
Jemand sagte kürzlich: “Auf den ‘Groove’ kommt es an.” Aber was ist “Groove”? Ein musikwissenschaftliches Lexikon definiert: “Groove entsteht durch eine Ungenauigkeit im Mikrorhythmus”  (weshalb man Menschen als Schlagzeuger braucht und keine “Rhythmusmaschine” im Keybord!). Wir sollten also ein bisschen mehr “Ungenauigkeit” wagen in der Kirche!