Category Archives: Gottesdienste

Norddeutsches Gospelchortreffen: Homepage

10. Norddeutsches Gospelchortreffen vom 7. - 9. September 2018 in Uelzen

Vom 7. bis 9. September 2018 findet das 10. Norddeutsche Gospelchortreffen – Norddeutschlands größtes Gospelfestival – in Uelzen statt. Jetzt ist auch eine eigene Homepage freigeschaltet. Hier ist die Adresse:

www.ngct2018.de

In Kürze gibt es dort genauere Informationen über das Programm, die Anmeldemöglichkeiten usw.

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Von Paul Gerhardt bis Albert Frey: “Feiert Jesus 5” ist da – eine Rezension

“Versöhnung mit der Tradition”

Als der erste Band der erfolgreichen Liederbuchreihe “Feiert Jesus” erschien, wäre niemand auf die Idee gekommen, darin eine “Liturgie” abzudrucken und Choräle aus dem Evangelischen Gesangbuch aufzunehmen. Der Gesangbuchdichter Paul Gerhardt aus dem 17. Jahrhundert gehört schon seit geraumer Zeit zu den anerkannten Lobpreis-Autoren und ist in “Feiert Jesus 5” besonders reichlich vertreten (ca. die Hälfte der aufgenommen Gesangbuchlieder sind Paul Gerhardt-Lieder). Im Anhang dieses 5. Bandes sind gleich eine ganze Reihe “thematischer Liturgien” angeboten, außerdem traditionelle Texte aus dem Heidelberger Katechismus, das Apostolische Glaubensbekenntnis, Luthers Morgen- und Abendsegen und eine sehr traditionelle Beichtliturgie. Im Verzeichnis der “besonderen Liedarten” sind “liturgische Stücke” als eigene Gattung aufgeführt. Die “Versöhnung mit der Tradition” ist also noch weiter vorangeschritten als es sich schon in Band 4 abgezeichnet hat. Ich persönlich finde das positiv. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an ein Wort des Gospelmusikers Edwin Hawkins. In einem Konzert wollte jemand ein Lied von Johann Sebastian Bach vortragen. Bei manchen Chormitgliedern stieß das auf Ablehnung – schließlich sei es doch ein “Gospelkonzert”. Edwin Hawkins aber sagte: “Wenn es von Jesus handelt, ist es Gospel”
Irritiert hat mich bei den Chorälen in “Feiert Jesus 5” allerdings die Tatsache, dass bei fast allen Gesangbuchliedern ein Gegenwartsautor als Bearbeiter genannt ist, obwohl die Veränderungen meist marginal sind (geringer als bei den diversen Gesangbuchrevisionen der letzten Jahre) und außerdem nur selten Verbesserungen darstellen. Auch bei der Strophenauswahl hatten die Herausgeber nicht immer eine glückliche Hand. Zwar wird kaum jemand heute bei einem Paul-Gerhardt-Lied alle Strophen singen wollen (unter zehn Strophen hat er ja kaum mit dem Dichten angefangen). Aber beim Lied “Die güldene Sonne” hätte unbedingt die Strophe dabei sein müssen, die das gerade heute aktuelle Thema “Heilung” aufgreift (EG 449, Vers 8: “…Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund”)
Doch zurück zum Positiven: Erfreulich ist, dass die Lieder eine viel größere thematische Vielfalt aufweisen, als man sie bisweilen gerade der Lobpreismusik vorwirft, die angeblich in immer gleichen Formulierungen die “Herrlichkeit des Königs” besinge. Gab es in den vergangenen Jahren durchaus christliche Liederbücher, in denen das Kreuz Jesu praktisch nicht vorkam (das gilt leider am deutlichsten für “Mein Gospelliederbuch” aus dem Gütersloher Verlagshaus, das kein einziges “Passionslied” enthält), so wird das Leiden und das Kreuz Jesu hier keineswegs mehr ausgeblendet (“Ich komm zum Kreuz” Nr. 23 – “Dieses Kreuz vor dem wir stehen” Nr. 24, “In dem Kreuz liegt die Kraft” Nr. 27 – “Mann der Schmerzen” Nr. 31 u.v.m.). Allerdings sind die gewählten Formulierungen gerade bei diesem Thema größtenteils recht konventionell und selten geeignet, das Alte wirklich “neu” zu sagen und so auch wirklich neu ins Bewusstsein zu bringen.
Zum Stichwort “Versöhnung mit der Tradition” passt auch, dass anscheinend das Reformationsjubiläum seine Spuren interlassen hat: Viele Lieder lassen die “Allein”-Formulierungen Martin Luthers anklingen.
Eine thematische Engführung gibt es immer noch: Die Gottesliebe hat zwar zu Recht einen großen Raum in den enthaltenen Liedern, Lieder, die zur Nächstenliebe motivieren, sind aber nach wie vor kaum zu finden (mir ist bisher nur Lothar Kosses “Unser Licht wird leuchten” (Nr. 109) aufgefallen, außerdem noch “Nehmt einander an” Nr. 134 – aber schon das bezieht sich im Wesentlichen auf den Umgang innerhalb der Gemeinde),
Kann die “Gospelszene” nun etwas anfangen mit diesem Buch? Fangen wir mit einer Äußerlichkeit an: Wer englisch singen möchte, wird auch in diesem Buch reichlich fündig. Erfolgreiche Titel von Chris Tomlin, Brenton Brown (z.B. The Lion and the lamb), Stuart Townend (The power of the cross, Resurrection Hymn) und anderen werden mit englischem Originaltext und auf deutsch zugänglich gemacht. Kleine Beobachtung am Rande: Bei “the Lion and the lamb” (Nr. 72) ist im letzten gesungenen Takt des Refrains die Melodie anders als im auf youtube zu findenden Original notiert (was eine größere Abweichung als bei den “bearbeiteten” Chorälen darstellt, ohne dass hier ein “Bearbeiter” genannt wird …) .
Nach meinem Eindruck ist aber die Produktion deutscher Lieder bzw. von deutschen Autoren besonders stark angestiegen (was für Gospelchöre kein Schade sien muss, da auch hier immer mehr die Scheu verloren geht, auch auf deutsch zu singen). Da das Liederbuch insgesamt 248 Lieder enthält, wird jeder etwas finden, was ihn anspricht.
Interessant für Gospelchöre: Gleich zwei Variationen des Klassikers “Amazing grace” sind zu finden (“Broken Vessels” dt: “Krüge aus Ton” Nr. 21 – in “bewährter Hillsong-Qualität”) und, näher dran am Original, Chris Tomlins “Amazing Grace / My Chains are gone” Nr. 35 – dt. “Gnade für uns (Die Ketten sind los)”. Gospelchören wäre es allerdings entgegengekommen, wenn öfters einmal wenigstens der Refrain dreistimmig ausgesetzt gewesen wäre. Das hätte keinen zusätzlichen Platz gekostet, da das in einem Notensystem möglich ist und es hätte dem Buch möglicherweise viele zusätzliche Nutzer erschlossen.
Fazit: Einigen Liedern aus diesem Buch wird man sicher in absehbarer Zeit auch in Gospelchören begegnen. Und die sehr guten und ausführlichen Verzeichnisse am Ende (nach Stichworten, Bibelstellen und nach Liedgattungen) helfen, für bestimmte Anlässe – auch für solche, für die Gospelmusik bisher “knapp” war – passende Lieder zu finden. Eine Anschaffung für den Chorleiter – zur Orientierung, was gerade “angesagt” ist – ist sicher sinnvoll. Eine Anschaffung für den ganzen Chor empfiehlt sich wohl nur für Singgruppen, die hauptsächlich einstimmig singen und vor allem Lobpreismusik im Repertoire haben.

Glückwunsch: Glory to God in 3. Auflage!

Stephan Zebes Bestseller “Glory to God – Gospel liturgisch” geht in die dritte Auflage – dieses Mal mit einer besonderen Ausgabe, die von der bayrischen Landeskirche in Auftrag gegeben wurde und die deshalb auch einige Songs mehr enthält (“bayrischer Anhang”)  – immer noch und jetzt erst recht eine lohnende Anschaffung bzw. ein “Must have” für jeden Gospelchor! Nähere Infos gibt’s HIER

 

Kyrie und Gloria – weltlich gesehen

Gerade (wieder) entdeckt: auch ein Zugang zur Liturgie! (das erste Mal, dass ich etwas “reblogge” …)

Kraftwort

Was ich nicht habe – Was ich habe, aber nicht will – Was ich habe: Das sind die drei Teile des Textes von Poetry Slammerin Julia Engelmann. Die ersten beiden Teile entsprechen dem, was in der Liturgie des Gottesdienstes mit dem Kyrie eleison gemeint ist: Ich darf meine Defizite aussprechen, und damit verlieren sie ihre Macht. Danach bin ich frei, auch dankbar Gott zu loben für das, was er mir geschenkt hat (das entspricht in der Liturgie dem Lobgesang des Gloria) … Gut gemacht, Julia!

Nachlesen (oder mitlesen) kann man den Text übrigens hier

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Gospelchortreffen Berlin-Brandenburg

Nicht nur in Norddeutschland gibt es ein regelmäßiges Treffen der Gospelchöre (das hier schon oft erwähnte Norddeutsche Gospelchortreffen “NGCT”) – auch in Berlin-Brandenburg treffen sich seit den 90er Jahren die Gospelchöre regelmäßig, um sich zu begegnen, in Workshops neues zu lernen und gemeinsam zu singen. Bereits zum 21. Mal findet in diesem Jahr das Gospelchortreffen Berlin-Brandenburg statt – vom 15. bis 17. September 2017 in der Gethsemanekirche in Berlin. Das wichtigste dazu in Kürze:

Gospelpower aus Dänemark und Berlin

MassChoir-Training mit Lene & Stephen Nørrelykke (Aarhus),
Laura Kjærgaard (Kopenhagen)
Mitglieder des Opstand Gospel Choir von Hans Christian Jochimsen
und Dozenten der International School of Gospel Music (ISGM)
und Hanjo Krämer (Berlin)
Jugendgospelchor “stimmt so!” / Gospelband “The Goodspellas”

Workshops am Samstagnachmittag
Complete Vocal Technique (CVT)
Lead Vocal Training
Gospel Piano Studies
Gospel-Rap & Beatbox
Projektmanagement & Fundraising
Gospel-Gottesdient-Planung
Gospel-Songwriting
Blues-Gospel mit Gitarre

Großes Finale am Sonntag
Gospel-Gottesdienst mit Pfn. Jasmin El-Manhy & “stimmt so!” Jugendgospelchor
Gospel-Celebration mit MassChoir & Band zum Abschluss

Jetzt anmelden!
Bis 31.7.2017 mit Frühbucherrabatt

Die Infos dazu gibt es HIER!

 

NGCT 2018: 7. bis 9. September in Uelzen

Endlich: DER TERMIN FÜR DAS 10. NORDDEUTSCHE GOSPELCHORTREFFEN STEHT!

Viele haben schon nachgefragt – zumal “turnusgemäß” das 10. Norddeutsche Gospelchortreffen schon 2017 hätte stattfinden müssen. Wegen des Reformationsjubiläums mit seinen vielen Veranstaltungen wurde schon frühzeitig beschlossen, dass das Treffen erst 2018 stattfinden soll. Jetzt steht es fest: Zu seiner zehnten Ausgabe kehrt Deutschlands größtes und ältestes Gospelfestival an seinen Ursprungsort zurück – Das 10. “NGCT” wird – wie schon das erste 1999 – in Uelzen stattfinden und zwar vom 7. bis 9. September 2018.

Weitere Infos folgen!

bahnhof_platz

Uelzen: Nicht nur bekannt durch den Hundertwasserbahnhof, sondern seit 1999 auch als “Mutter der norddeutschen Gospelszene”!

siehe auch: http://www.gospelszene.de/news/4488-10-norddeutsches-gospelchortreffen-ngct-2018/

Für Karfreitag und Ostern

Wer noch etwas leicht einzuübendes für Chor oder Gemeinde für Karfreitag und Ostern braucht, findet hier die beiden folgenden Stücke:

  • Das Spiritual “Calvary” mit englischem Originaltext und in einer deutschen Fassung (“Golgatha”). Das lässt sich sehr gut einstimmig ohne Begleitung singen (in manchen Gemeinden schweigen am Karfreitag ja die Orgel oder andere Instrumente ohnehin), evtl. mit Schnipsen wie angegeben. Außerdem kann man natürlich die Dynamik variieren (am einfachsten ganz klassisch: Geht die Melodie nach oben, lauter werden, wird sie tiefer leiser werden, bis zu einem fast “ersterbenden” Pianissimo zum Schluss – das Lied ist auch sehr gut als Sologesang geeignet, dann kann man das sehr expressiv machen)
  • Der Osterkanon “Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten” – mit einem Text aus dem Psalm des Osterfestes, Psalm 118

Rock- und Gospelgottesdienst in Filderstadt

Der nächste !Rock- und Gospel! -Gottesdienst in der FILharmonie Filderstadt-Bernhausen findet am Sonntag, 26. März um 10.30 Uhr statt:

“‘Was bin ich wert?

am 26. März 2017 um 10:30 Uhr in der Filharmonie in Filderstadt-Bernhausen.

Die Predigt kommt diesmal von Gottfried Heinzmann. Einigen wird er vor allem über seine langjährige Tätigkeit als Leiter des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) bekannt sein. Anfang des Jahres wechselte er in den Vorstand des karitativen Sozialunternehmens “Die Zieglerschen”. Mehr über Gottfried Heinzmann  auf der Website www.rock-und-gospel.de.

Beim !R&G! wird die Botschaft theatralisch durch das “Theater Transparent” mit Manfred Geywitz, Renate Müller und Regina Hintzenstern sowie musikalisch durch die Band “Joyful Noise” mit mit Josy Albrecht (“Capewalk“) unterstützt werden.

Die parallel stattfindende “Kinderkirche live” für die älteren Kinder wird von Katharina Isenburg und dem Kiki-Team Petrus gestaltet. Außerdem gibt es natürlich auch eine Kinderbetreuung für die Kleinsten – mit Tonübertragung vom Gottesdienst für die Eltern, die ihre Kinder nicht alleine lassen können oder wollen.

Weitere Informationen – u.a. einen (teilweise bebilderten) Rückblick auf die bisherigen !R&G!s gibt es unter www.rock-und-gospel.de .

Das Plakat zum Gottesdienst gibt es  HIER!

Neuer African Song

Der Kenia-Aufenthalt einer Bekannten hat mich dazu gebracht, einen Satz zu “Tembea Na Yesu”, einem Lied aus Kenia, zu schreiben (und natürlich auszuprobieren – es wurde zum Ohrwurm). Den Chorsatz (für Solo und Chor oder zwei Gruppen) gibt es HIER

Wird der vorgeschlagene deutsche Text (“Wir gehen mit Jesus”) gesungen, dann muss natürlich anstelle der beiden ersten Achtel (“Tem- be-“) eine Viertel (“Wir”)gesungen werden, dafür wird die folgende Viertelnote (“-a”) für den deutschen Text in zwei Achtel unterteilt (“gehen”). Das macht man aber nach meiner Erfahrung automatisch richtig, weil alles andere keine sinnvolle Betonung ergäbe. Englisch kann man auch den Text “Let us walk with Jesus” unterlegen (dann passen auch wieder die notierten Noten wie im Swahili-Original)