Archiv der Kategorie: Gottesdienste

Lied über Johannes den Täufer

Im Evangelischen Gesangbuch gibt es gerade mal 1 (n Worten: ein) Lied über Johannes den Täufer – dabei steht er im Kirchenjahr mindestens zweimal im Blickpunkt – am Johannistag (24. Juni) und am 3. Advent. Und dieses eine Lied ist auch nicht gerade sehr eingängig …

Angelehnt an ein englisches Kinderlied über Johannes den Täufer, das ich einmal gehört habe („He will go ahead of the Lord“) habe ich eine Fassung mit deutschem Text erstellt.

Praxishinweise dazu:
– Die Achtel sind ternär zu singen („Swing-Feeling“), d.h. die erste von zwei Achteln ist immer etwas länger als die zweite (etwa so, als ob es sich um eine Viertel und eine Achtel innerhalb einer Triole handeln würde)
– Als 7. Vers kann man die erste Strophe wiederholen und das Lied dann einen halben Ton höher singen (Akkorde dann: F /// Bb /  C /  F /// Gm / C / F /// Bb /  C / F / C7 / F /// ).

HIER ist das Lied:Der Täufer Johannes Lied m Akk.

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Neue Perikopenordnung ab 1. Advent 2018

Es gibt eine neue „Ordnung der gottesdienstlichen Texte und Lesungen“ (OGTL) für die lutherischen und unierten Gemeinden in Deutschland. Im Amtsblatt der VELKD wurde die ausführliche Liste veröffentlicht – HIER ist die komplette Liste als Übersicht zu finden – die offizielle Veröffentlichung im Amtsblatt der VELKD kann man HIER einsehen.

Die Ordnung entspricht, soweit ich erkennen kann, im Wesentlichen dem, was bereits in der Erprobung vorgschlagen wurde. Das bedeutet – aus meiner Sicht: LEIDER! – auch, dass tatsächlich zumindest ansatzweise ein Paradigmenwechsel im Kirchenjahr vollzogen wurde: Bisher war Grundprinzip, dass das ganze Kirchenjahr im Osterfest verankert ist. Der variable Ostertermin bestimmte sowohl die Länge der Trinitatiszeit (war also folgenreich bis in den November – dies wird auch so bleiben), als auch (und das soll sich ändern) die Länge des Weihnachtsfestkreises mit seiner unterschiedlichen Anzahl der Sonntage nach Epiphanias. Quer zu diesem österlichen Kirchenjahr hat zusätzlich der Weihnachtsfestkreis seine Fühler in verschiedene Ecken des Jahres ausgestreckt und feste Termine hervorgebracht – wie den Tag der Verkündigung an Maria (25. März), den Johannistag (24. Juni) sowie den Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess – 2. Februar). Alle „historisieren“ die dem Weihnachstfestkreis zugehörigen Abläufe „in Echtzeit“ (9 Monate vor der Geburt Empfängnis – 1/2 Jahr vor der Geburt Jesu die des Täufers gemäß Angaben im Lukasevangelium, Reinigungsritual nach jüdischem Gesetz 33 Tage nach der Geburt …)

Dieses „Osterprinzip“ wurde nun für den Weihnachtsfestkreis aufgehoben: Er wird zum „monolithischen Block“, der von Ostern unabhängig wird: Die Epiphaniaszeit soll immer mit dem 2.  Februar enden, dadurch sind jetzt 2 bis 5 Sonntage vor der Passionszeit möglich.  Das ist schade – zum einen, weil die zentrale Bedeutung des Ostertermins eine theologische Zentralbedeutung der Osterbotschaft unterstreicht (Man ist also dem volkstümlichen „Weihnachtschristentum“ ein Stück entgegengekommen). Die Frage ist ja, ob die Epiphaniaszeit jetzt auch „in Echtzeit“ bis 2. Februar sich nur mit der Kindheit Jesu befassen soll? (Das passt nicht dazu, dass z.B. bereits der 1. Sonntag nach Epiphanias die Taufe Jesu, der letzte die Verklärung Jesu feiert …). Und wer feiert denn „Mariä Lichtmess“? Zum anderen ist es schade, dass in manchen Jahren der Sonntag Septuagesimä ganz wegfällt – der thematisch ein „Reformationsfest ohne Personenkult“ darstellt und traditionell vom Beginn der regelmäßigen Fürbitte für die Konfirmanden geprägt ist.

Trotzdem: Positiv bleibt zu vermerken, dass alttestamentliche Texte ein größeres Gewicht bekommen, besonders auch Psalmen jetzt Predigttexte sein können und dass die Bindung „Evangelien sind Predigttextreihe I / Epistellesung = Predigtreihe II“ aufgehoben wurde.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite der VELKD!

 

„Gospels und Gebete für unterwegs“

Die Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen hat – inzwischen in einer zweiten, überarbeiteten Auflage – ein Heft „Gospels und Gebete für unterwegs“ herausgebracht. Im handlichen Taschenformat enthält es Songs von Micha Keding, Hanjo Gäbler, Joachim Dierks, Miriam Schäfer und Peter Hamburger – brandneue Songs und weniger bekannte Klassiker in neuen Arrangements. Die 48-seitige Broschüre kann ab sofort bei der Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen kostenlos bestellt werden.
Versicherer im Raum der Kirchen
Die Akademie
Kölnische Str. 108-112
34119 Kassel
Telefon 0561 70341-3011
die.akademie(at)vrk.de
Fax: 0561/ 70341-3070

!Rock&Gospel!-Gottesdienst in Filderstadt-Bernhausen

!Rock&Gospel!-Gottesdienst mit dem Thema Hilfe! Ich kann mich nicht entscheiden
am kommenden Sonntag, den 25. März 2018 um 10:30 Uhr (Sommerzeit! *) in der Filharmonie in Filderstadt-Bernhausen.
(* Achtung, Zeitumstellung auf Sommerzeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt! Wer die Zeitumstellung vergißt, kommt dadurch eine Stunde zu spät.)

Die Predigt kommt diesmal von Daniela Mailänder. Sie ist Referentin für Fresh X Deutschland und neue Gottesdienstformen der Evangelischen Jugend Nürnberg. Etwas mehr über Daniela Mailänder erfahren Sie auf unserer Website www.rock-und-gospel.de.

Beim !R&G! wird die Botschaft theatralisch durch das „Theater Transparent“ mit Manfred Geywitz, Renate Müller und Regina Hintzenstern sowie musikalisch durch die Band „Joyful Noise“ mit mit Jasmin Häckel unterstützt werden.

Die parallel stattfindende „Kinderkirche live“ für die älteren Kinder wird von Katharina Isenburg und dem Kiki-Team Johannes gestaltet. Außerdem gibt es natürlich auch eine Kinderbetreuung für die Kleinsten – mit Tonübertragung vom Gottesdienst für die Eltern, die ihre Kinder nicht alleine lassen können oder wollen.

Umfrage Gottesdienstbesuch

Hier eine Information der Liturgischen Konferenz, die ich gerne weiterleite:

Machen Sie mit – Ihre Meinung ist wichtig!

Wann und wieso gehen Menschen heute zur Kirche?
An welchen Gottesdiensten nehmen sie teil?

Im Namen der Liturgischen Konferenz in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wollen wir das untersuchen. Dazu brauchen wir Ihre Mithilfe!

Wir bitten Sie, uns auf die Fragen unter www.zur-kirche.de spontan und ehrlich zu antworten.
Übrigens: Auch wenn Sie z.B. nur an Weihnachten zur Kirche gehen, freuen wir uns über Ihre Meinung.

Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert gut 10 Minunten.
Herzlichen Dank!

Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck, Universität Bonn
Dr. Julia Koll, Ev. Akademie Loccum
Dr. Folkert Fendler, Pastoralkolleg Loccum

P.S.: Leiten Sie diese Nachricht bitte an Ihre Freunde, Kolleginnen und Verwandte weiter. DANKE!

BTW: Die Kategorie „Gospelgottesdienste“ fehlt leider bei den Fragen nach besonderen Gottesdiensten, die man ggf. besucht hat … – aber die Bedeutung der Musik insgesamt ist deutlich im Blick!

Feiert den Johannistag!

Die norddeutschen Bundesländer wollen einen zusätzlichen Feiertag einführen.
Mein Vorschlag dafür: Wir sollten uns ökumenisch darum bemühen, den Johannistag (24. Juni) zum Feiertag zu machen.
Folgende Gründe sprechen dafür – gerade auch im Vergleich mit dem bisher meistens vorgeschlagenen Reformationstag:
1. Theologisch ist Johannes der Täufer wichtiger als Martin Luther und die Reformator/inn/en; denn er ist eine biblische Gestalt als Vorläufer und Wegbereiter Jesu Christi. Vermutlich würde auch Martin Luther dieser Behauptung zustimmen. Und wenn es mit Luthers These 1 darum geht, deutlich zu machen, dass unser ganzes Leben eine Buße sein soll, dann hat Martin Luther damit ja nur erneut wiedergegeben, was Johannes gepredigt hat. Das heißt: Die reformatorische Botschaft ist im Johannistag mitenthalten.
2. Ökumenisch / Interreligiös: Der Johannistag ist nicht rein evangelisch, sondern für alle christlichen Konfessionen gleich. Zusätzlich ist er, obwohl aus christlicher Tradition stammend, auch für Muslime „anschlussfähig“: Johannes der Täufer wird auch von Muslimen als bedeutende Persönlichkeit der Glaubensgeschichte anerkannt. Auch dem Dialog mit dem Judentum kann eine Besinnung auf Johannes förderlich sein.
3. Tradition: Der Johannistag ist im Brauchtum bis heute stark verankert, z.T. sogar wieder stärker ins Bewusstsein getreten. Er gilt als Abschlusstag der Spargel- und Rhabarber-Saison, Pflanzennamen wie Johannistreu und Johanniskraut erinnern an seine Bedeutung und vor allem der Brauch des Johannisfeuers („Mittsommer“) ist eine Tradition, die auch in Deutschland schon immer präsent war, im Zuge des Zusammenwachsens Europas aber in der jüngeren Vergangenheit vor allem in Norddeutschland immer häufiger aufgegriffen wird, da sie im benachbarten Skandinavien weit verbreitet ist („St.Hans-Dag“)
4. „Gleichmäßige Verteilung“ / Platz im Jahreskreis – Der Termin im Juni sorgt eher für eine gleichmäßge Verteilung von Feiertagen übers Jahr als der Reformationstag (im Oktober wird auch der Tag der dt. Einheit begangen) und ist als sommerlicher Feiertag jahreszeitlich attraktiver – Das bietet eine größere Vielfalt an Chancen für kirchliche Veranstaltungen (Freiluftgottesdienste, Tauffeste, Gemeindefeste, Regionalgottesdienste mit Radtouren und Wanderungen, Pilgeraktionen …). Vermutlich fördert der sommerliche Termin im Jahreskreis aber auch die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz dieses Tages – auch wer nicht an kirchlichen Feiern dieses Tages teilnehmen will, wird den Christen für einen freien Tag im Sommer besonders dankbar sein …
Kurz: Der Johannistag ist in Theologie und Tradition gut begründet, in besonderer Weise ökumenisch verantwortbar, er ist interreligiös und gesamtgesellschaftlich anschlussfähig und jahreszeitlich attraktiv.

Kleine Anmerkung: Ja, das Thema hier hat mit Gospel nicht viel zu tun – ich habe damit auch eine neue Kategorie auf diesem Blog eingeführt „Kirche und Gesellschaft“. Schon immer habe ich hier aber auch als „Liturgiker“ gebloggt. Und mit dem Kirchenjahr hat das Thema ja in jedem Fall zu tun …

Gospelgottesdienst zum Jahresschluss

An Silvester, 31.12.2017 lädt die Kirchengemeinde Gronau (Leine) herzlich zum Gospelgottesdienst ein. Er beginnt um 17 Uhr in der St. Matthäi-Kirche. in einem Jahresrückblick wird noch einmal für die getauften Kinder und Erwachsenen, für die konfirmierten Jugendlichen und für die getrauten Ehepaare des Jahres 2017 gebetet. In einer „Offenen Phase“ besteht Gelegenheit, für persönliche Anliegen eine Kerze anzuzünden oder sich persönlich segnen zu lassen. Und natürlich gibt es Lieder vom Gronauer Gospelchor ~JOY~ sowie Gemeindelieder zum Mitsingen. Im Mittelpunkt steht ein Gleichnis Jesu, das zur Gelassenheit ermutigt. Und: ganz gleich, ob man sich der Aktion „Brot statt Böller“ verpflichtet fühlt oder für beides, „Brot und Böller“, etwas übrig hat: Mit der Kollekte des Gottesdienstes kann man noch einmal die Aktion „Brot für die Welt“ unterstützen.

Gospel-Benefizandacht: Frieden im Nahen Osten

Plakat-Advent„Frieden und Licht – peace and light“: Unter diesem Thema gestaltet der Gronauer Gospelchor ~JOY~ eine Gospelandacht am 3. Advent, 17. Dezember um 17 Uhr in der St. Matthäikirche Gronau (Leine). Der Eintritt ist frei, die Kollekte kommt christlichen Schulen im Libanon und in Jordanien, in denen ein firedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen praktiziert und eingeübt wird. „Die „Schneller-Schulen“ leisten so einen wichtigen Beitrag für ein Zusammenleben in Frieden und Toleranz im Nahen Osten. (Nähere Informationen über die „Schneller-Schulen“ gibt es übrigens HIER) Herzliche Einladung!

Norddeutsches Gospelchortreffen: Homepage

10. Norddeutsches Gospelchortreffen vom 7. - 9. September 2018 in Uelzen

Vom 7. bis 9. September 2018 findet das 10. Norddeutsche Gospelchortreffen – Norddeutschlands größtes Gospelfestival – in Uelzen statt. Es kehrt damit an seinen Ursprungsort zurück – denn 1999 hat die NGCT-Welle in Uelzen angefangen. Jetzt ist fürs 10. NGCT auch eine eigene Homepage freigeschaltet. Hier ist die Adresse:

www.ngct2018.de

In Kürze gibt es dort genauere Informationen über das Programm, die Anmeldemöglichkeiten usw. – Und wer auf keinen Fall etwas verpassen möchte, kann sich auch für den NGCT-Newsletter anmelden!