Archiv der Kategorie: Bibel

Kanon zur Jahreslosung 2019

HIER ist mein Kanon zur Jahreslosung 2019 „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,5). Viel Freude damit!

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Endlich singbar: „Go, tell it on the mountain“ auf deutsch

Bisher kannte ich keine wirklich singbare deutsche Fassung des Liedes „Go tell it on the mountain“, und schon gar keine, die nicht nur im Refrain, sondern auch in den Strophen als Weihnachtslied brauchbar ist. Aber jetzt gibt es eine – herzlichen Dank an Christine, die sie verfasst und zur Verfügung gestellt hat. Hier ist sie:

Geht, ruft es von den Bergen
T.: Christine Koch / M.: Spiritual „Go tell it in the mountain“
(Die Melodie ist auch im EG unter Nr. 225 zu finden – zum Text „Kommt, sagt es allen weiter“)

(Refr.) Geht, ruft es von den Bergen, über die Hügel weit hinaus. Geht, ruft es von den Bergen, denn Jesus ist gebor’n.

1. Die Hirten auf dem Felde, die sah’n ein helles Licht. Ein Engel sprach zu ihnen: Kommt, fürchtet euch doch nicht.

Geht, ruft es von den Bergen…

2. Ja, Christus ist geboren, in einem Stall, ganz klein. Er liegt dort in der Krippe, will unsre Hoffnung sein.

Geht, ruft es von den Bergen…

3. Die Hirten gehen eilend, den Weg nach Bethlehem. Auch ich will ihnen folgen, das Kind im Stall zu sehn.

Geht, ruft es von den Bergen…

Lied über Johannes den Täufer

Im Evangelischen Gesangbuch gibt es gerade mal 1 (n Worten: ein) Lied über Johannes den Täufer – dabei steht er im Kirchenjahr mindestens zweimal im Blickpunkt – am Johannistag (24. Juni) und am 3. Advent. Und dieses eine Lied ist auch nicht gerade sehr eingängig …

Angelehnt an ein englisches Kinderlied über Johannes den Täufer, das ich einmal gehört habe („He will go ahead of the Lord“) habe ich eine Fassung mit deutschem Text erstellt.

Praxishinweise dazu:
– Die Achtel sind ternär zu singen („Swing-Feeling“), d.h. die erste von zwei Achteln ist immer etwas länger als die zweite (etwa so, als ob es sich um eine Viertel und eine Achtel innerhalb einer Triole handeln würde)
– Als 7. Vers kann man die erste Strophe wiederholen und das Lied dann einen halben Ton höher singen (Akkorde dann: F /// Bb /  C /  F /// Gm / C / F /// Bb /  C / F / C7 / F /// ).

HIER ist das Lied:Der Täufer Johannes Lied m Akk.

!Rock&Gospel!-Gottesdienst in Filderstadt-Bernhausen

!Rock&Gospel!-Gottesdienst mit dem Thema Hilfe! Ich kann mich nicht entscheiden
am kommenden Sonntag, den 25. März 2018 um 10:30 Uhr (Sommerzeit! *) in der Filharmonie in Filderstadt-Bernhausen.
(* Achtung, Zeitumstellung auf Sommerzeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt! Wer die Zeitumstellung vergißt, kommt dadurch eine Stunde zu spät.)

Die Predigt kommt diesmal von Daniela Mailänder. Sie ist Referentin für Fresh X Deutschland und neue Gottesdienstformen der Evangelischen Jugend Nürnberg. Etwas mehr über Daniela Mailänder erfahren Sie auf unserer Website www.rock-und-gospel.de.

Beim !R&G! wird die Botschaft theatralisch durch das „Theater Transparent“ mit Manfred Geywitz, Renate Müller und Regina Hintzenstern sowie musikalisch durch die Band „Joyful Noise“ mit mit Jasmin Häckel unterstützt werden.

Die parallel stattfindende „Kinderkirche live“ für die älteren Kinder wird von Katharina Isenburg und dem Kiki-Team Johannes gestaltet. Außerdem gibt es natürlich auch eine Kinderbetreuung für die Kleinsten – mit Tonübertragung vom Gottesdienst für die Eltern, die ihre Kinder nicht alleine lassen können oder wollen.

Eine Geschichte von Billy Graham

Am 21. Februar 2018 verstarb Billy Graham im 100. Lebensjahr. Er war Berater vieler US-Präsidenten, Freund von Martin Luther King (mit dem er sich gemeinsam gegen dei Rassentrennung engagiert hat) und ganz einfach „Amerikas Pastor“ (dieser Spitznae trifft es wohl besser als die in Deutschland gern zitierte Bezeichnung „Maschinengewehr Gottes“ …)

Billy Graham erzählte in seinen Evangelisationen manchmal diese Geschichte:
Ein Kind steht in London weinend an einer Straßenkreuzung auf dem Bürgersteig und weint. Niemand beachtet es so richtig. Menschen hasten vorbei, Autos brausen vorüber, die Ampel wird grün und wieder rot. Schließlich entdeckt eine Frau das weinende Kind. Sie stellt ihre Einkaufstasche auf den Boden, bückt sich vor dem Kind, schaut dem Kind ins Gesicht und fragt: „Was ist denn los?“ Das Kind sagt: „Ich habe mich verlaufen. Ich weiß nicht wo ich bin. Ich sollte doch längst zuhause sein. Aber ich finde den Weg nicht!“ Die Frau trocknet erst einmal die Tränen und fragt: „Weißt Du denn Eure Adresse?“ Das Kind schüttelt traurig den Kopf. Die Frau hebt den Kopf des Kindes und sagt: „Schau Dich doch einmal um. Kannst Du irgendetwas sehen, was Du kennst?“ Und da sagt das Kind: „Da hinten: der Turm mit dem Kreuz auf der Spitze: Das ist unsere Kirche, die ist bei uns um die Ecke.“ Die Frau fragt: „Wenn wir dorthin gehen: Findest Du dann nach Hause?“ Das Kind nickt mit dem Kopf und sagt „Mhm. Ja.“ Da sagt die Frau: Dann bringe ich Dich jetzt dorthin und von dort gehen wir nach Hause.“
Billy Graham sagte dazu: „Das ist der Grund, warum ich predige. Ich möchte so sein wie diese Frau. Ich möchte solchen Menschen, die die Orientierung verloren haben helfen, dass sie das Kreuz entdecken und nach Hause finden“

Kanon zur Jahreslosung 2018

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21. Vers 6) – das ist die Jahreslosung für 2018. Kurz vor dem Jahreswechsel ist mein Jahreslosungskanon veröffentlichungsreif geworden. HIER ist er zu finden. Viel Freude damit!

Kleine Reformationspredigt mit Reinhard Mey

„Mit solchen Wörtern können Sie den Menschen heute nicht mehr kommen, Herr Pastor. Wer versteht denn noch solche Begriffe wie Schuld, Rechtfertigung oder Gnade?!“ So oder ähnlich höre ich es öfter. Und ich frage mich: Warum ist ein Wort wie „Gnade“ heute kaum noch verständlich? Nur weil es ein altmodisches Wort ist? Oder hat das damit zu tun, dass wir die Erfahrung der Gnade nicht mehr kennen? Dass unsere Welt, vor allem die Arbeitswelt „gnadenlos“ geworden ist?
Ist es nicht immer so? Wir können am meisten mit den Worten anfangen, mit denen wir Erfahrungen verbinden. Vor dreißig Jahrne kannte niemand das Wort „downloaden“ Und auch heute ist es denen eher fremd, die Computer und Internet nicht nutzen. Wer das aber tut, der kennt nicht nur dieses „neudeutsche“ Wort – sondern der tut es auch – Inhalte aus dem Netz auf den eigenen Computer übertragen, sie eben „downloaden“.
Können wir Erfahrungen der Gnade machen? Und so auch das Wort neu verstehen und das Anliegen der Reformation, deren Parole „Allein aus Gnade“ lautet?
Reinhard Mey beschreibt eine Erfahrung der Gnade in einem Lied: Ein Junge hat sein Zeugnis mit den schlechten Noten selbst unterschrieben – mit den Namen seiner Eltern. Der Direktor bestellt die Eltern zu sich, holt das Kind dazu und präsentiert den Eltern die krakelige Unterschrift auf dem Zeugnis. Triumphierend fragt er: „Sollen das etwa Ihre Unterschriften sein?“ Der Junge will im Boden versinken, weil sein Betrug auffliegt und die Eltern von ihm jetzt sicher enttäuscht sind. Er fürchtet die Strafe. Aber zunächst sagt der Vater:“Ja, das ist meine Unterschrift“ und dann bestätigt auch die Mutter, das Zeugnis kenne sie natürlich und natürlich habe sie das unterschrieben. Die Eltern selbst stellen das Vertrauensverhältnis zwischen sich und ihrem Kind wieder her, obwohl das Kind etwas falsch gemacht hat. Sie stehen zu ihrem Kind – nicht nur mit seiner Schwäche, die sich in den schlechten Noten zeigt, sondern auch mit dem, was es falsch gemacht hat, mit seiner Schuld. So wie diese Eltern verhält sich auch Gott zu uns Menschen. Das ist gemeint, wenn Paulus im Römerbrief schreibt: „Wir werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Kapitel 3, Vers 24). Gott nimmt uns an, sagt Ja zu uns, auch wenn unsere Leistungen nicht ausreichen und er nimmt unsere Schuld auf sich und trägt sie weg. Gott ist gnädig, Gott sei Dank.
Wir brauchen die Erfahrung der Gande heute nötiger denn je. Immer mehr Menschen leiden unter dem „Burn-out-Syndrom“, brechen zusammen unter den Leistungsanforderungen, die andere oder sie selbst an ihr Leben stellen. Wie gut tut es Menschen, wenn sie erfahren: Es gibt jemanden, der Ja zu mir sagt, ohne Bedingungen, der meine Not und meine Angst und mein Versagen – meine schlechten Noten und meine gefälschte Unterschrift – zu seiner eigenen Sache macht und dem ich deshalb bedingungslos vertrauen kann. Wie gut ist es, wenn Menschen Gott kennen und wissen: Zu ihm darf ich so kommen, wie ich bin. Hier ist ein Ort, an dem ich keine Angst zu haben brauche.
Übrigens: Auch die Gnade Gottes kann man „downloaden“ – sie aus der Bibel übertragen ins eigene Leben. Liedverse, die wir singen oder beten können uns dazu helfen – zum Beispiel dieser (im Evangelischen Gesangbuch Nr. 440, im katholischen Gotteslob Nr. 666:) „All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu. Sie hat kein End‘ den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.“ Wer sich jeden Morgen an die Gnade Gottes erinnern lässt, der hat einen guten Schutz für die Belastungen unserer oft gnadenlosen Zeit – und eine gute Zuflucht, wenn er an seine Grenzen kommt.