Archiv der Kategorie: Material für Gemeindearbeit

TIPP: Praxisbuch Pop-Chorleitung

Ab heute ist es bestellbar, das Praxisbuch Pop-Chorleitung von Christoph Spengler, bis Ende November zum Einführungspreis von 15 €, danach 17 €.
Fundierte Schlagtechnik, Haltung, Leitung vom Klavier aus, wirkungsvolle Probenmthodik – Erfahrung aus über 30 Jahren Pop-Chorleitung des Verfassers ist in dieses Buch geflossen.
Es liegt ein USB-Stick mit 44 Videos bei, die das Schlagtechnik-Kapitel illustrieren.
Praxisbuch Pop Chorleitung Titelbild
Hier noch der Werbetext:
Das Leiten eines Chores zählt für einen Musiker zu den anspruchsvollsten Aufgaben überhaupt. Dieses Buch gibt Tipps und verrät Tricks, wie aus einem Musiker ein richtig guter Chorleiter werden kann. Es befasst sich ausführlich mit einer präzisen Schlagtechnik und vermittelt eine motivierende und effektive Probenmethodik, mit der die Chorsänger leicht und mit Spaß neue Stücke lernen.
Außerdem liegt diesem Buch liegt ein USB-Stick bei. Darauf enthalten sind insgesamt 44 Video-Clips, in denen die beschriebenen Dirigier-Bewegungen angesehen werden können. Kurzum, ein wichtiger Leitfaden für künftige, aber natürlich auch erfahrene Chorleiter!
Das Inhaltsverzeichnis findet Ihr HIER
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“Der Herr ist in seinem Heiligen Tempel” Gratisnoten

George Frederic Roots war ein Händel-Fan (vermutlich hat er sich deshalb auch den zweiten Vornamen zugelegt, um so zu heißen wie sein Vorbild). Es gibt von ihm ein schönes kurzes Lied “The Lord is in his holy temple” (Vertonung von Habakuk 3, Vers 20) – meine deutsche Fassung (vierstimmiger Chorsatz, entsprechend dem Original)  findet man HIER

Der Herr ist in seinem Heiligen Tempel

Gesangbuch fürs Smartphone

Evangelische Landeskirche in Württemberg veröffentlicht Lieder-App

Stuttgart. Pünktlich zum 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) im Juni 2019 in Dortmund veröffentlicht die Evangelische Landeskirche in Württemberg eine erste Version der Lieder-App „Cantico“. Sie ist zunächst für iOS-Geräte verfügbar; in Kürze wird sie auch für Android-Geräte erscheinen.

„Das Smartphone und die Apps sind der heutige Kommunikationsweg Nummer eins. Ziel ist es, dass Cantico die Anlaufstelle für christliches und geistliches Liedgut wird“, sagt Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke. Die App werde daher kostenlos und bereits inklusive 33 Kernliedern aus dem Evangelischen Gesangbuch zum Download angeboten. Die User können anschließend über InApp-Käufe weitere Liedsammlungen erwerben.

Bis Ende 2020 soll in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) das komplette Evangelische Gesangbuch mit allen Regionalteilen als InApp-Kauf abrufbar sein.

Die erste Liedsammlung, die es für 7,99 Euro zu erwerben gibt, ist das Kirchentagsliederbuch #lautstärke.

„Mit dem Smartphone hat man das Liederbuch und damit hilfreiche Texte und Melodien für alle Lebenslagen und Lebensfragen immer dabei. Singen ist mehr als Lesen. Es berührt und lässt Menschen aufatmen. ,Cantico‘ ist gedacht für alle, die ein Lied alleine singen wollen oder mit anderen zusammen, zuhause, in der Kirche, unterwegs oder im Urlaub. Die Lieder-App ,Cantico‘ kann deutlich mehr als ein Buch“, sagt Stefan Werner, Direktor des Evangelischen Oberkirchenrats.

„Uns war es wichtig, dass wir gemeinsam mit dem DEKT die relevante Zielgruppe erreichen, schnell mit einem Minimum Viable Product (MVP) am Markt sind, von der Nutzererfahrung profitieren und unser Produkt agil und nutzerzentriert weiterentwickeln können. Dazu gehören alternative Oberflächendesigns und frei kombinierbare Melodien und Begleitsounds“, sagt Johannes Quirin, Geschäftsführer des Stuttgarter Startups Kohelet 3 GmbH & Co. KG. Das Unternehmen ist für Konzeption, Entwicklung und Pflege der App verantwortlich.

Nach dem Download der App und dem Kauf einzelner Liedsammlungen stehen den Usern zu allen Liedern Texte und Noten zur Verfügung. Eine Besonderheit dabei ist, dass die Noten skalierbar sind und sich optisch allen Endgeräten anpassen. Zudem lassen sich die Noten und der Text mit Hilfe farblicher Markierungen verfolgen, so dass die richtige Stelle des Liedes immer im Blick bleibt. Außerdem hat der Nutzer die Möglichkeit, entweder nur den Gesang oder nur die Melodie abzuspielen. Alles ist auch offline nutzbar. Damit wird Singen, wann und wo immer man will, möglich.

Weitere Funktionen sind bereits in Planung. So wird die App künftig für Kirchengemeinden eine Beamer- oder auch Liedplanungsfunktion beinhalten. Die Liedauswahl kann dann während eines Gottesdienstes an die Wand projiziert und den Besuchern gleichzeitig kostenlos als digitales Liedblatt zur Verfügung gestellt werden. „Damit soll die Freude am Singen, Liederhören und Liederkennenlernen in unserer Kirche weiter gefördert werden“, betont Hanke. Eine schnelle, nutzerfreundliche Verbreitung von traditionellem und neuem geistlichem Liedgut stehe dabei im Vordergrund.

Und so kann es dann bald auf unseren Smartphones aussehen:

Cantico_Notenansicht

Bild: https://www.elk-wue.de/presse/pressefotos/aktuelles

African Song aus Ghana: Wasma ajelile / Geht hin in alle Welt

Wieder einmal habe ich zu einem afrikanischen Lied einen Chorsatz geschrieben. Das Lied nimmt Bezug auf den Missionsbefehl Jesu “Geht hin in alle Welt”. Wie immer darf der Chorsatz für nichtkommerzielle Zwecke gerne kopiert und genutzt werden. Das Lied findet Ihr HIER
(Das J in “ajelile” und in “Jesu” wird als stimmhaftes “dsch” gesprochen – wie in “Django”, “Gin” oder “Dschungel”)

Viel Freude damit!

Youtube-Kanal “Gospel liturgisch”

“Glory to God – Gospel liturgisch” ist der Titel einer äußerst erfolgreichen Sammlung von Gospelstücken aus dem Zebe-Verlag, die (auch) als liturgische Stücke verwendbar sind und so den Gottesdienst lebendiger machen können. Dazu gibt es jetzt eine eigene youtube-Playlist, in der einige Stücke aus diesem Buch in verschiedenen Fassung von verschiedenen Chören enthalten sind. Man findet die Videos HIER

(Zwei kleine Anmerkungen:
1. Die Liste kann verlängert werden. Wenn Chöre Stücke aus “Glory to God” aufgenommen haben, ist es natürlich schön, wenn sie sie dort auch hochladen
2. Nicht immer handelt es sich bei den Stücken tatsächlich um notengetreue Aufnahmen der Fassungen aus dem Buch. Zum Beispiel ist bei “May the fragrance of Jesus” mein Arrangement zumindest stark “ausgedünnt”  …  – da es aber ein schönes Lied ist, lässt sich die Version trotzdem anhören)

Lied über Johannes den Täufer

Im Evangelischen Gesangbuch gibt es gerade mal 1 (n Worten: ein) Lied über Johannes den Täufer – dabei steht er im Kirchenjahr mindestens zweimal im Blickpunkt – am Johannistag (24. Juni) und am 3. Advent. Und dieses eine Lied ist auch nicht gerade sehr eingängig …

Angelehnt an ein englisches Kinderlied über Johannes den Täufer, das ich einmal gehört habe (“He will go ahead of the Lord”) habe ich eine Fassung mit deutschem Text erstellt.

Praxishinweise dazu:
– Die Achtel sind ternär zu singen (“Swing-Feeling”), d.h. die erste von zwei Achteln ist immer etwas länger als die zweite (etwa so, als ob es sich um eine Viertel und eine Achtel innerhalb einer Triole handeln würde)
– Als 7. Vers kann man die erste Strophe wiederholen und das Lied dann einen halben Ton höher singen (Akkorde dann: F /// Bb /  C /  F /// Gm / C / F /// Bb /  C / F / C7 / F /// ).

HIER ist das Lied:Der Täufer Johannes Lied m Akk.

Rasmus predigt …

In einer Predigt über Johannes 14,15-19 habe ich versucht, meine Gedanken im Gespräch mit Motiven einer Geschichte von Astrid Lindgren (“Rasmus und der Landstreicher”) zu entwickeln. HIER ist sie! (Der Predigttext gehört zum Sonntag vor Pfingsten “Exaudi” – die Thematik passt aber auch zu anderen Zeiten)

 

Neue Perikopenordnung ab 1. Advent 2018

Es gibt eine neue “Ordnung der gottesdienstlichen Texte und Lesungen” (OGTL) für die lutherischen und unierten Gemeinden in Deutschland. Im Amtsblatt der VELKD wurde die ausführliche Liste veröffentlicht – HIER ist die komplette Liste als Übersicht zu finden – die offizielle Veröffentlichung im Amtsblatt der VELKD kann man HIER einsehen.

Die Ordnung entspricht, soweit ich erkennen kann, im Wesentlichen dem, was bereits in der Erprobung vorgschlagen wurde. Das bedeutet – aus meiner Sicht: LEIDER! – auch, dass tatsächlich zumindest ansatzweise ein Paradigmenwechsel im Kirchenjahr vollzogen wurde: Bisher war Grundprinzip, dass das ganze Kirchenjahr im Osterfest verankert ist. Der variable Ostertermin bestimmte sowohl die Länge der Trinitatiszeit (war also folgenreich bis in den November – dies wird auch so bleiben), als auch (und das soll sich ändern) die Länge des Weihnachtsfestkreises mit seiner unterschiedlichen Anzahl der Sonntage nach Epiphanias. Quer zu diesem österlichen Kirchenjahr hat zusätzlich der Weihnachtsfestkreis seine Fühler in verschiedene Ecken des Jahres ausgestreckt und feste Termine hervorgebracht – wie den Tag der Verkündigung an Maria (25. März), den Johannistag (24. Juni) sowie den Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess – 2. Februar). Alle “historisieren” die dem Weihnachstfestkreis zugehörigen Abläufe “in Echtzeit” (9 Monate vor der Geburt Empfängnis – 1/2 Jahr vor der Geburt Jesu die des Täufers gemäß Angaben im Lukasevangelium, Reinigungsritual nach jüdischem Gesetz 33 Tage nach der Geburt …)

Dieses “Osterprinzip” wurde nun für den Weihnachtsfestkreis aufgehoben: Er wird zum “monolithischen Block”, der von Ostern unabhängig wird: Die Epiphaniaszeit soll immer mit dem 2.  Februar enden, dadurch sind jetzt 2 bis 5 Sonntage vor der Passionszeit möglich.  Das ist schade – zum einen, weil die zentrale Bedeutung des Ostertermins eine theologische Zentralbedeutung der Osterbotschaft unterstreicht (Man ist also dem volkstümlichen “Weihnachtschristentum” ein Stück entgegengekommen). Die Frage ist ja, ob die Epiphaniaszeit jetzt auch “in Echtzeit” bis 2. Februar sich nur mit der Kindheit Jesu befassen soll? (Das passt nicht dazu, dass z.B. bereits der 1. Sonntag nach Epiphanias die Taufe Jesu, der letzte die Verklärung Jesu feiert …). Und wer feiert denn “Mariä Lichtmess”? Zum anderen ist es schade, dass in manchen Jahren der Sonntag Septuagesimä ganz wegfällt – der thematisch ein “Reformationsfest ohne Personenkult” darstellt und traditionell vom Beginn der regelmäßigen Fürbitte für die Konfirmanden geprägt ist.

Trotzdem: Positiv bleibt zu vermerken, dass alttestamentliche Texte ein größeres Gewicht bekommen, besonders auch Psalmen jetzt Predigttexte sein können und dass die Bindung “Evangelien sind Predigttextreihe I / Epistellesung = Predigtreihe II” aufgehoben wurde.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite der VELKD!