Monthly Archives: June 2014

Super-Gospel-Neuerscheinung!

Super-Gospel-Neuerscheinung!

Dass Stephan Zebe tolle Gospelarrangements – sowohl für Chöre als auch Klaviersätze – schreibt, ist Gospelchorleitern längst bekannt. Hier hat er nun nicht nur eigene Werke veröffentlicht, sondern das Beste von allen deutschen Gospelkomponisten versammelt, die sich gerade in jüngster Zeit mit dem Thema “Gospel und Liturgie” befasst haben. Herausgekommen ist dabei eine Sammlung von 94 Gospelstücken, die alle einen liturgischen, also gottesdienstlichen Bezug haben (aber natürlich trotzdem auch im Konzert gesungen werden können!). Das beginnt bei der Eröffnung des Gottesdienstes mit Liedern wie “Let your praise begin” von Micha Keding, “In your presence” von Peter Hamburger oder “Yes, the presence of the Lord”, bei dem Stephan Zebe meinen Chorsatz mit Klavierbegleitung versehen hat. Es folgen Lieder zu Psalmtexten, zum “Gloria patri” (Ehr sei dem Vater) und zum “Kyrie eleison” (von den sehr zahlreichen Kyrie-Stücken gefallen mir Reinhard Pikoras “Mercy II” – Nr. 34 – und Christiane Etzolds “Lord have mercy” – Nr. 37 – besonders gut). Peter Hamburger hat in seiner Gospelliturgie zahlreiche traditionelle liturgischen Stücke ansprechend neu im Gospel-Style arrangiert. Viele dieser Bearbeitungen sind in “Glory to God” enthalten. So wird das Kapitel zum “Gloria in excelsis” (Ehre sei Gott in der Höhe) mit Hamburgers sehr gelungenem Chor- und Klavierarrangement des Chorals “Allein Gott in der Höh sei Ehr” eröffnet. Auch Niko Schlengers “Ehre und Herrlichkeit” und Joachim Dierks’ “Lift Him up” haben mich auf Anhieb angesprochen. Und natürlich habe ich mich gefreut, dass auch meine Version von “Ehre sei Gott in der Höhe”, die Gregorianik und Gospel kombiniert Eingang in die Sammlung gefunden hat (manchen bereits bekannt aus meinem Buch “Gospelimpuls”). Unter den “Halleluja”- Vertonungen kann Friedemann Wutzlers “Latino-Halleluja” hervorgehoben werden. Zum gemeinsamen Singen mit der Gemeinde kann das karibische Halle- Halle- Halle- halle …” Nr. 56 Verwendung finden, hier für Chor und Piano arrangiert vom Herausgeber Stephan Zebe selbst. Zum Glaubensbekenntnis gibt es leider nur einen Beitrag, “I believe”, ein schönes Stück, eingängig wie man es vom Autor Micha Keding gewohnt ist. Beim Abendmahl darf “Let us break bread together” nicht fehlen – in einem “Jeff-Guillen”-Arrangement. Die anderen Abendmahls-Beiträge vertonen hauptsächlich das “Sanctus” (Heilig – “Holy”) aus der Abendmahlsliturgie in vielen Variationen. Doch auch das Vaterunser und drei Vertonungen des “Agnus Dei” (Christe du Lammm Gottes / Lamb of God) sind vertreten. Im abschließenden Teil “Sendung und Segen” darf natürlich Mathias Nagels Gospelversion von “Verleih uns Frieden gnädiglich” ebenso wenig fehlen wie “May the Lord send angels” von Helmut Jost / Ruthild Wilson und Joachim Dierks’ “God will bless you”. Gut finde ich auch die verschiedenen Verzeichnisse für deutschsprachige Stücke, a capella-Stücke und natürlich die Anordnung der Lieder nach der traditionellen Gottesdienstordnung. Für die Fülle des für jeden Gospelchor uneingeschränkt brauchbaren Materials sind zudem die Preise der beiden Ausgaben unschlagbar günstig: die Partiturausgabe gibt es für 19,90, die Gesangsausgabe schon ab 6,90 €. Deshalb: “Sechs von fünf Sternen”!

P.S.: Das Buch ist natürlich die ideale “praktische Füllung” für alle, die schon mit meinem Buch “GOSPELIMPULS” arbeiten. Und wer “Glory to God” verwendet und – außer den Liedern selbst – noch Anregungen für die Verbindung von Gospel und Liturgie braucht, dem sei mein Buch auch an dieser Stelle noch einmal empfohlen – besonders das Kapitel “Statt einer Gospelagende – ein Spaziergang druch die Liturgie” – Infos zum Buch: https://gospelimpuls.wordpress.com/das-buch/  bzw. HIER

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Gospel ist ökumenisch

Dass römisch-katholische Christen in Gospelchören mitsingen ist nichts ungewöhnliches. Trotzdem war mein Eindruck bisher, dass Gospelchöre als Ganze fast nur im evangelischen Milieu zuhause sind, und dass Gospelgottesdienste deshalb im Wesentlichen auch nur in evangelischen Kirchen gefeiert werden. Ein Irrtum offensichtlich; denn in der angesehenen katholischen Fachzeitschrift “Anzeiger für die Seelsorge – Zeitschrift für Pastoral und Gemeindepraxis” wurde folgende Rezension veröffentlicht:

“Richter, Wolfgang M. Gospelimpuls
Gospelgottesdienste, Gospelandachten und Anregungen für die Gemeindearbeit
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2013
Gospelgesang ist beliebt. Jeder Kirchenchor schwingt sich gerne auch einmal in diese populäre Musikrichtung ein. Doch wie baut man sie richtig in die Liturgie ein? Wolfgang M. Richter stellt ausgearbeitete und in der Praxis erprobte Entwürfe für Gospelgottesdienste vor. Durch das gesamte Kirchenjahr hin gibt er Ratschläge und kreative Ideen. Die dafür ausgewählten Lieder finden sich im Anhang dieses Buches. Auch die beiliegende CD mit weiteren Materialien für die Gemeindearbeit hilft, dass Gospelmusik ein beschwingt-mitreißender Teil der Gemeindearbeit werden kann. Auch wenn Richter aus der evangelischen Tradition kommt, seine Erfahrungen als Koordinator von überregionalen Gospeltreffen und als Beauftragter für Gottesdienst und Kirchenmusik sind für alle Konfessionen hilfreich und auf die eigene Situation gut zu übertragen. Neben zehn ausgearbeiteten Vorlagen gibt es reichlich Grundlagentexte für den Einstieg in die Gospelarbeit mit Workshops und Verkündigungshilfen. (Lei)”

Im Original findet man diese Rezension hier: http://www.anzeiger-fuer-die-seelsorge.de/leserservice/fuer_sie_gelesen/buchbesprechung_html?k_beitrag=3828732

Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit gibt es HIER