Category Archives: Glaube und Alltag

Kyrie und Gloria – weltlich gesehen

Gerade (wieder) entdeckt: auch ein Zugang zur Liturgie! (das erste Mal, dass ich etwas “reblogge” …)

Kraftwort

Was ich nicht habe – Was ich habe, aber nicht will – Was ich habe: Das sind die drei Teile des Textes von Poetry Slammerin Julia Engelmann. Die ersten beiden Teile entsprechen dem, was in der Liturgie des Gottesdienstes mit dem Kyrie eleison gemeint ist: Ich darf meine Defizite aussprechen, und damit verlieren sie ihre Macht. Danach bin ich frei, auch dankbar Gott zu loben für das, was er mir geschenkt hat (das entspricht in der Liturgie dem Lobgesang des Gloria) … Gut gemacht, Julia!

Nachlesen (oder mitlesen) kann man den Text übrigens hier

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Psalm 23 oder: “… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein …”

Lied: Der gute Hirte ist der Herr

1.
(G)
Der gute Hirte ist mein (Am) Herr,  (D)  es wird mir nichts (G) fehlen.
(G) Er weidet mich auf grüner (Am) Au, (D) führt mich zu frischen (G) Quellen.
(G) Er erquicket meine (Am) Seel. (D) Um seines Namens (G) willen
(G) führt er mich auf rechtem (Am) Weg, (D) keine Angst wird mich er- (G) füllen

Refr.:
(G) Nur bei dir, (C) Vater, (D) muss die Freiheit wohl (G) grenzenlos sein;
(Em) alle Sorgen werf ich (Am) auf dich, denn ich
(D) weiß mich in dir ge- (G) borgen und so
(C) wird, was groß und (G) wichtig erscheint,
(D) plötzlich nichtig und (G) klein

2.
Du bist bei mir, denn dein Stab   und dein Stock wird mich trösten
Du bereitest mir den Tisch   im Angesicht der Unerlösten
Herr, du salbst mein Haupt mit Öl,   wirst mir all die Fülle geben
Gutes und Barmherzigkeit   folgen ewig meinem Leben

(Refr. 2x: ) Nur bei dir, Vater …

(Verfasser unbekannt, aus der Pilgerbewegung)

Nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag …

Liedermacher für Dortmund 2019 gesucht!

Der Berliner Kirchentag (hier ein Gospelvideo von dort) ist gerade erst vorbei, da wird bereits der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag vorbereitet

Wer als Texter oder Komponist an der Liederwerkstatt zum Kirchentag 2019 teilnehmen möchte, kann sich schon jetzt bewerben – die Liederwerkstatt findet vom 14.-17. Janur 2018 statt, bis dahin wird auch bereits die Kirchentagslosung feststehen. Die Bewerbungsunterlagen gibt es HIER.

Schon beim Berliner Kirchentag gab es endlich einmal “frischen Wind” und neue Ideen für das Kirchentagssingen (vorher sahen die DEKT-Liderhefte jahrzehntelang fast gleich aus). Die Innovationen hingen wohl zum einen mit dem Reformationsjubiläum zusammen, das “neue” Themen brachte (jedenfalls andere als in den letzten Jahren), zum anderen sicher auch damit, dass es auch für diesen Kirchentag bvereits eine Liederwerkstatt gab, an der auch neue Gesichter beteiligt waren.

“Gott gibt uns nicht den Geist der Sorgen …”

LIEDWETTBEWERB DER KATHARINA-ZELL-STIFTUNG

“Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ 2. Tim 1,7. Dieser Verbandspruch steht über der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Zu diesem Spruch hat die Katharina-Zell-Stiftung, Stiftung des Landesverbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., einen Liedwettbewerb ausgelobt: Gesucht wird ein modernes geistliches Lied, das für das eindrucksvolle Frauennetzwerk der verbandlichen und landeskirchlichen Frauenarbeit steht, singbar in den Gemeinden und Chören der EKHN. Nachdem in der ersten Phase des Wettbewerbs ein Siegertext ausgewählt wurde, geht der Wettbewerb nun in die zweite Runde: Der vorliegende Text soll vertont werden, mit einer Melodie einschließlich Begleitsatz für ein Tasteninstrument sowie einen Satz für gemischten Chor. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2017. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird je zur Hälfte für Text und Melodie vergeben. Die Verleihung findet am 8. Dezember 2017, dem Gründungsdatum der Stiftung, im Rahmen einer Feierstunde in Darmstadt statt.

Die Stiftung hat den Wettbewerb im Rahmen des Reformationsjubiläums und anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens ausgelobt: Katharina Zell hatte in der Zeit der Reformation mehrere Liederbücher herausgegeben, um das reformatorische Gedankengut singend zu verbreiten. Ihr Name steht für Mut, Toleranz und Selbstbewusstsein. Sie ließ sich nicht mundtot machen, setzte sich für Obdachlose und Flüchtlinge ein und stritt energisch mit allen, die die Glaubens- und Gewissensfreiheit in Frage stellten. Das neue Lied soll in Anlehnung an die Namensgeberin der Stiftung den über 355 Frauengruppen und Kirchengemeinden, 350 Einzelmitglieder und 18 Mitgliedsverbände des Landesverbands Kraft geben; es soll Solidarität schaffen und der gemeinsamen Identifikation dienen.

Mitglieder der Jury sind: Angelika Thonipara, geschäftsführende Pfarrerin Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., Tanja Bergelt, Katharina-Zell-Stiftung, Janine Knoop-Bauer, Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., Christa Kirschbaum, Landeskirchenmusikdirektorin der EKHN, Gerlinde Fricke, Dekanatskantorin Dekanat Darmstadt-Land, Andrea Zerbe, Kantorin und Ursula Reichert, Forum FrauenSingen.

Weitere Informationen, den Text des Liedes (“Gott gibt uns nicht den  Geist der Sorgen”) gibt es unter www.katharina-zell-stiftung.de.

NGCT 2018: 7. bis 9. September in Uelzen

Endlich: DER TERMIN FÜR DAS 10. NORDDEUTSCHE GOSPELCHORTREFFEN STEHT!

Viele haben schon nachgefragt – zumal “turnusgemäß” das 10. Norddeutsche Gospelchortreffen schon 2017 hätte stattfinden müssen. Wegen des Reformationsjubiläums mit seinen vielen Veranstaltungen wurde schon frühzeitig beschlossen, dass das Treffen erst 2018 stattfinden soll. Jetzt steht es fest: Zu seiner zehnten Ausgabe kehrt Deutschlands größtes und ältestes Gospelfestival an seinen Ursprungsort zurück – Das 10. “NGCT” wird – wie schon das erste 1999 – in Uelzen stattfinden und zwar vom 7. bis 9. September 2018.

Weitere Infos folgen!

bahnhof_platz

Uelzen: Nicht nur bekannt durch den Hundertwasserbahnhof, sondern seit 1999 auch als “Mutter der norddeutschen Gospelszene”!

siehe auch: http://www.gospelszene.de/news/4488-10-norddeutsches-gospelchortreffen-ngct-2018/

Glückwunsch: Eröffnung der Pop-Akademie in Witten

GOSPEL IST DIE REFORMATION VON HEUTE

Meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche an die Pop-Akademie zu ihrer Eröffnung!
Martin Luther hat mit seinen Liedern den Anschluss an das Lebensgefühl der Menschen seiner Zeit hergestellt – UND die musikalische Tradition zeitgemäß weiterentwickelt – denn er hat ja auch mittelalterliche Gesänge verdeutscht und damit verständlich gemacht und modernisiert! Dieser musikalische Flügel des Reformationsgeschehens hat wesentlich zum Gelingen der Reformation beigetragen. Deshalb sind auch heute alle Bemühungen in dieser Richtung den Einsatz wert und wir brauchen deshalb auch – unter anderem – eine sehr viel größere Zahl von Stellen für Popularmusik in der Kirche. Und wir brauchen Menschen, die solche Stellen besetzen, die das nicht als Ersatz oder Verdrängung der “klassischen Kirchenmusik” sehen, sondern die im Idealfall von beidem Ahnung haben. Dann kann auch heute Reformation gelingen.
Übrigens sind die Gospelbewegung und der Aufschwung der kirchlichen Popularmusik insgesamt die vielleicht einzige einigermaßen nachhaltige Belebungskampagne der letzten dreißig Jahre in unserer Kirche – ungefähr so lange gibt es sie schon und sie ist immer noch frisch, sie erreicht gerade auch die sog. “mittlere Generation”, die in der Kirche sogar noch seltener zu finden ist als Jugendliche. Umso erstaunlicher: sie stand in keinem Strategiepapier der Kirchenleitung – weder im Konzept “Öffnen und Verdichten” der VELKD noch im Kommunikationskonzept “Brücken bauen”, auch in evangelikalen Gemeindaufbaukonzepten (“Überschaubare Gemeinde” oder auch “NCD”) kam und kommt so etwas nicht vor. Nicht einmal so richtig im Papier “Kirche der Freiheit”, das zu einer Zeit entstand, als keiner mehr die Realität des Gospelbooms bestreiten konnte (1998 war das noch so: Da habe ich das “1. Norddeutsche Gospelchortreffen” organisiert und musste mir von Kirchenleitenden und Kirchenpresse noch anhören, den von mir behaupteten “Gospel-Boom” gebe es nicht, weshalb es für das Festival auch praktisch keine offizielle Unterstützung gab – nur der weltliche NDR berichtete begeistert …).
Was sagt uns das? Wir sollten weniger auf ausgefeilte Strategien vertrauen, schon gar nicht die Kirchenreform von Ideen erwarten, die den Gemeinden “top-down” diktiert werden, sondern Ausschau danach halten, wo und wie das Evangelium auch heute seine Kraft entfaltet – das ist nämlich der Kern der Gospelbewegung; Gospel heißt ja übersetzt “Das gute Kraftwort” und beschreibt damit das Wesen des Evangeliums, dem wir auch heute noch Veränderung zutrauen dürfen.
Jemand sagte kürzlich: “Auf den ‘Groove’ kommt es an.” Aber was ist “Groove”? Ein musikwissenschaftliches Lexikon definiert: “Groove entsteht durch eine Ungenauigkeit im Mikrorhythmus”  (weshalb man Menschen als Schlagzeuger braucht und keine “Rhythmusmaschine” im Keybord!). Wir sollten also ein bisschen mehr “Ungenauigkeit” wagen in der Kirche!

Aktion “2017 Lutherrosen für 2017”

In Malawi kann man die Lutherrose an den ungewöhnlichsten Orten entdecken – u.a. auf einer CD mit Gospelmusik, wenn der Chor ein lutherischer ist, der sie aufgenommen hat, auf Kleidungsstücken (z.B. der Gebetsfrauen) oder auf Autos – wie hier zu sehen. Das Bild ist mein gerade eingereichter Beitrag zu einer Aktion zum Reformationsjubiläum, bei der 2017 Lutherrosen aus aller Welt gesammelt werden. (BTW: Ein ganz anderes Bild aus dieser Aktion findet man HIER)

 

Lutherrose Malawi IMG_0145.jpg

Für Karfreitag und Ostern

Wer noch etwas leicht einzuübendes für Chor oder Gemeinde für Karfreitag und Ostern braucht, findet hier die beiden folgenden Stücke:

  • Das Spiritual “Calvary” mit englischem Originaltext und in einer deutschen Fassung (“Golgatha”). Das lässt sich sehr gut einstimmig ohne Begleitung singen (in manchen Gemeinden schweigen am Karfreitag ja die Orgel oder andere Instrumente ohnehin), evtl. mit Schnipsen wie angegeben. Außerdem kann man natürlich die Dynamik variieren (am einfachsten ganz klassisch: Geht die Melodie nach oben, lauter werden, wird sie tiefer leiser werden, bis zu einem fast “ersterbenden” Pianissimo zum Schluss – das Lied ist auch sehr gut als Sologesang geeignet, dann kann man das sehr expressiv machen)
  • Der Osterkanon “Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten” – mit einem Text aus dem Psalm des Osterfestes, Psalm 118