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22 Chöre aus ganz Norddeutschland

Norddeutsches Gospelchortreffen kommt vom 9. bis 11. Oktober in die Region Hildesheim

Miriam Schäfer leitet die Workshops und den Mass Choir.

Das Norddeutsche Gospelchortreffen kommt vom 9. bis 11. Oktober nach Hildesheim und in die Region. 22 Gospelchöre mit rund 600 Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten norddeutschen Raum sorgen für ein Wochenende mit schwungvoller Gospelmusik. Mit sieben Eröffnungskonzerten beginnen die Gospelfesttage am Freitag in Hildesheim und Umgebung. Nicht nur “zentral” in Hildesheim wird das NGCT eröffnet, sondern auch im Landkreis – in der Gronauer St. Matthäikirche ist der Chor des NGCT-Gründers Wolcgang Richter zu hören, der Gospelchor ~JOY~; (an diesem Tag geleitet von Juliane Pompe); außerdem wirkt dort der Gospelchor “Gospel & more” aus Burgstemmen mit (Leitung Joachim Stein) Der Eintritt zu diesem Eröffnungskonzert – wie zu allen sieben Konzerten am Freitagabend – ist frei.

Am Samstag werden renommierte Referenten Gospelworkshops anbieten rund um die Gospelmusik. „ African Gospel“ ist der absolute Klassiker, aber auch Rhythmus im Chor oder Stimmbildung sind dabei. Mass-Choir-Workshops unter der Leitung der aufstrebenden Gospelkünstlerin Miriam Schäfer aus Witten werden in der Michaeliskirche sowie im Mariendom abgehalten. Einzelsänger sind willkommen, sofern Plätze vorhanden sind (www.ngct2015.de).

Höhepunkt ist das Gala Gospelkonzert am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Sparkassenarena. Auf einer 16 Meter breiten Bühne präsentieren die Chöre ihre besten Lieder. Zu Beginn ist die Uraufführung des „ Hildesheimer Liedes“ geplant, das vom Hildesheimer Gospelmusiker Sebastian Cuthbert eigens komponiert wurde. Mit dem „Hildesheimer Lied“ begrüßen Hildesheimer Gospelchöre die Gäste. Weitere Highlights sind Solodarbietungen von großen KünstlerInnenn. Zum Abschluss werden alle Gospelchöre mit ihren 600 Sängern gemeinsam die Bühne betreten und unter der Leitung von Miriam Schäfer mit den Mass Choir Gospels die Arena zum Beben bringen. Das Konzert bietet einen Querschnitt durch die moderne Gospelbewegung. Der Vorverkauf hat begonnen, Tickets gibt es bei www.reservix.de; Kulturring Hildesheim, HAZ-Ticketshop; Galeria Kaufhof, Ameis Buchecke, Andreaspassage sowie an der Abendkasse.

Am Sonntag werden soziale Einrichtungen von den Gospelchören besucht. Danach geht es um 11.30 Uhr zum großen Abschluss-Gospelgottesdienst in die Andreaskirche. Festprediger ist Superintendent Helmut Aßmann. Ausrichter des Festivals ist die Gospelkirche Hildesheim. Sie hat durch eine gezielte Langzeitplanung dafür gesorgt, dass das Norddeutsche Gospelchortreffen zum Stadtjubiläum nach 15 Jahren wieder nach Hildesheim zurückkehrt. Damit ist Hildesheim die einzige Stadt, die das norddeutsche Gospelchortreffen zum zweiten Mal beherbergt

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Super-Gospel-Neuerscheinung!

Super-Gospel-Neuerscheinung!

Dass Stephan Zebe tolle Gospelarrangements – sowohl für Chöre als auch Klaviersätze – schreibt, ist Gospelchorleitern längst bekannt. Hier hat er nun nicht nur eigene Werke veröffentlicht, sondern das Beste von allen deutschen Gospelkomponisten versammelt, die sich gerade in jüngster Zeit mit dem Thema “Gospel und Liturgie” befasst haben. Herausgekommen ist dabei eine Sammlung von 94 Gospelstücken, die alle einen liturgischen, also gottesdienstlichen Bezug haben (aber natürlich trotzdem auch im Konzert gesungen werden können!). Das beginnt bei der Eröffnung des Gottesdienstes mit Liedern wie “Let your praise begin” von Micha Keding, “In your presence” von Peter Hamburger oder “Yes, the presence of the Lord”, bei dem Stephan Zebe meinen Chorsatz mit Klavierbegleitung versehen hat. Es folgen Lieder zu Psalmtexten, zum “Gloria patri” (Ehr sei dem Vater) und zum “Kyrie eleison” (von den sehr zahlreichen Kyrie-Stücken gefallen mir Reinhard Pikoras “Mercy II” – Nr. 34 – und Christiane Etzolds “Lord have mercy” – Nr. 37 – besonders gut). Peter Hamburger hat in seiner Gospelliturgie zahlreiche traditionelle liturgischen Stücke ansprechend neu im Gospel-Style arrangiert. Viele dieser Bearbeitungen sind in “Glory to God” enthalten. So wird das Kapitel zum “Gloria in excelsis” (Ehre sei Gott in der Höhe) mit Hamburgers sehr gelungenem Chor- und Klavierarrangement des Chorals “Allein Gott in der Höh sei Ehr” eröffnet. Auch Niko Schlengers “Ehre und Herrlichkeit” und Joachim Dierks’ “Lift Him up” haben mich auf Anhieb angesprochen. Und natürlich habe ich mich gefreut, dass auch meine Version von “Ehre sei Gott in der Höhe”, die Gregorianik und Gospel kombiniert Eingang in die Sammlung gefunden hat (manchen bereits bekannt aus meinem Buch “Gospelimpuls”). Unter den “Halleluja”- Vertonungen kann Friedemann Wutzlers “Latino-Halleluja” hervorgehoben werden. Zum gemeinsamen Singen mit der Gemeinde kann das karibische Halle- Halle- Halle- halle …” Nr. 56 Verwendung finden, hier für Chor und Piano arrangiert vom Herausgeber Stephan Zebe selbst. Zum Glaubensbekenntnis gibt es leider nur einen Beitrag, “I believe”, ein schönes Stück, eingängig wie man es vom Autor Micha Keding gewohnt ist. Beim Abendmahl darf “Let us break bread together” nicht fehlen – in einem “Jeff-Guillen”-Arrangement. Die anderen Abendmahls-Beiträge vertonen hauptsächlich das “Sanctus” (Heilig – “Holy”) aus der Abendmahlsliturgie in vielen Variationen. Doch auch das Vaterunser und drei Vertonungen des “Agnus Dei” (Christe du Lammm Gottes / Lamb of God) sind vertreten. Im abschließenden Teil “Sendung und Segen” darf natürlich Mathias Nagels Gospelversion von “Verleih uns Frieden gnädiglich” ebenso wenig fehlen wie “May the Lord send angels” von Helmut Jost / Ruthild Wilson und Joachim Dierks’ “God will bless you”. Gut finde ich auch die verschiedenen Verzeichnisse für deutschsprachige Stücke, a capella-Stücke und natürlich die Anordnung der Lieder nach der traditionellen Gottesdienstordnung. Für die Fülle des für jeden Gospelchor uneingeschränkt brauchbaren Materials sind zudem die Preise der beiden Ausgaben unschlagbar günstig: die Partiturausgabe gibt es für 19,90, die Gesangsausgabe schon ab 6,90 €. Deshalb: “Sechs von fünf Sternen”!

P.S.: Das Buch ist natürlich die ideale “praktische Füllung” für alle, die schon mit meinem Buch “GOSPELIMPULS” arbeiten. Und wer “Glory to God” verwendet und – außer den Liedern selbst – noch Anregungen für die Verbindung von Gospel und Liturgie braucht, dem sei mein Buch auch an dieser Stelle noch einmal empfohlen – besonders das Kapitel “Statt einer Gospelagende – ein Spaziergang druch die Liturgie” – Infos zum Buch: https://gospelimpuls.wordpress.com/das-buch/  bzw. HIER

Segnen heißt: Die Hand auf etwas legen

Segnen heißt: Die Hand auf etwas legen

“Segnen heißt: Die Hand auf etwas legen und sagen: Du gehörst trotz allem Gott. …
Nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden, dieses Unmögliche ist der Segen Gottes.”
Diese Worte von Dietrich Bonhoeffer sind nur einer von sehr vielen schönen Texten zum Thema Segen, die sich in einem neuen Buch finden, das ich hier gerne empfehle: Jochen Arnold – Ralph Kunz – Christine Tergau-Harms “Behütet auf dem Weg – Sendung und Segen zum Kirchenjahr” Luth. Verlagshaus Hannover 2014 (Reihe Gottesdienst gestalten Band 23).
Enthalten sind auch eine ganze Reihe Lieder zum Segen, darunter für Gospelfreunde besonders interessant: “Wherever you are” von Martin Carbow (S. 119) und eine bisher etwas weniger bekannte Fassung des irischen Segens “May the road rise to meet you” (S. 302). Von den enthaltenen deutschsprachigen Liedern sind für Gospelgottesdienste m.E. besonders gut geeignet: “Gott, deine Werke sind groß” von Fritz Baltruweit (S. 310) und natürlich der afrikanische Segen “Der Herr erfülle deine Füße mit Tanz” (S. 174), der zu den beliebtesten Liedern aus “GOSPELIMPULS” gehört und so seinen Weg auch in diese Veröffentlichung gefunden hat.
Das Buch ist natürlich nicht speziell für Gospelgottesdienste geschrieben. Gerade weil der Segen in verschiedenen Formen – zB auch als persönliche Segnung in einer “Offenen Phase” in vielen Gospelgottesdiensten besonderes Gewicht hat, kann ich es allen, die Gospelgottesdienste feiern und vorbereiten , sehr empfehlen. Ausführlich werden Segensgesten und Segensformen vorgestellt und es gibt zu jedem Sonntag im Kirchenjahr eigene Textimpulse für Sendung und Segen.