Category Archives: Gospelprojekte

95 + 1 Gospel – Ein Gospelmarathon zum Lutherjahr

Wer würde nicht gerne wenigstens einmal im Leben einen Rekord aufstellen? Es muss ja nicht gleich ein Weltrekord sein, obwohl das ja auch ganz schön ist. Norddeutsche Gospelchöre wollen es versuchen und zwar am 19. August von 12.00 Uhr bis 19:00 Uhr; da wo in Hannover das Herz schlägt: am Kröpcke.

Die Aktion startet als Preevent für das große Bürgerfest in der Altstadt am 26.8. unter dem Motto: „95+1 Gospel”. 95 wegen des Thesenanschlags von Martin Luther (wenn es ihn denn gegeben hat, den Thesenanschlag). Aber warum +1? Na, in Hannover muss am Ende schon eine 96 stehen, erst recht jetzt, wo Hannover wieder Bundesligastadt ist …. Es werden also insgesamt 96 Gospel am Kröpcke erklingen und das non stop!

Mit von der Partie sind das David-Thomas-Trio, die Gospelinitiative Gehrden, Salt’n’Light aus Hameln, Crossing Gospel aus Göttingen und die Chöre der Gospelkirche: der GospelProjektChor Hannover und der Gospelchor Hannover. Auch das Publikum soll den einen oder anderen Song mitschmettern.

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Gospelchortreffen Berlin-Brandenburg

Nicht nur in Norddeutschland gibt es ein regelmäßiges Treffen der Gospelchöre (das hier schon oft erwähnte Norddeutsche Gospelchortreffen “NGCT”) – auch in Berlin-Brandenburg treffen sich seit den 90er Jahren die Gospelchöre regelmäßig, um sich zu begegnen, in Workshops neues zu lernen und gemeinsam zu singen. Bereits zum 21. Mal findet in diesem Jahr das Gospelchortreffen Berlin-Brandenburg statt – vom 15. bis 17. September 2017 in der Gethsemanekirche in Berlin. Das wichtigste dazu in Kürze:

Gospelpower aus Dänemark und Berlin

MassChoir-Training mit Lene & Stephen Nørrelykke (Aarhus),
Laura Kjærgaard (Kopenhagen)
Mitglieder des Opstand Gospel Choir von Hans Christian Jochimsen
und Dozenten der International School of Gospel Music (ISGM)
und Hanjo Krämer (Berlin)
Jugendgospelchor “stimmt so!” / Gospelband “The Goodspellas”

Workshops am Samstagnachmittag
Complete Vocal Technique (CVT)
Lead Vocal Training
Gospel Piano Studies
Gospel-Rap & Beatbox
Projektmanagement & Fundraising
Gospel-Gottesdient-Planung
Gospel-Songwriting
Blues-Gospel mit Gitarre

Großes Finale am Sonntag
Gospel-Gottesdienst mit Pfn. Jasmin El-Manhy & “stimmt so!” Jugendgospelchor
Gospel-Celebration mit MassChoir & Band zum Abschluss

Jetzt anmelden!
Bis 31.7.2017 mit Frühbucherrabatt

Die Infos dazu gibt es HIER!

 

NGCT 2018: 7. bis 9. September in Uelzen

Endlich: DER TERMIN FÜR DAS 10. NORDDEUTSCHE GOSPELCHORTREFFEN STEHT!

Viele haben schon nachgefragt – zumal “turnusgemäß” das 10. Norddeutsche Gospelchortreffen schon 2017 hätte stattfinden müssen. Wegen des Reformationsjubiläums mit seinen vielen Veranstaltungen wurde schon frühzeitig beschlossen, dass das Treffen erst 2018 stattfinden soll. Jetzt steht es fest: Zu seiner zehnten Ausgabe kehrt Deutschlands größtes und ältestes Gospelfestival an seinen Ursprungsort zurück – Das 10. “NGCT” wird – wie schon das erste 1999 – in Uelzen stattfinden und zwar vom 7. bis 9. September 2018.

Weitere Infos folgen!

bahnhof_platz

Uelzen: Nicht nur bekannt durch den Hundertwasserbahnhof, sondern seit 1999 auch als “Mutter der norddeutschen Gospelszene”!

siehe auch: http://www.gospelszene.de/news/4488-10-norddeutsches-gospelchortreffen-ngct-2018/

Glückwunsch: Eröffnung der Pop-Akademie in Witten

GOSPEL IST DIE REFORMATION VON HEUTE

Meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche an die Pop-Akademie zu ihrer Eröffnung!
Martin Luther hat mit seinen Liedern den Anschluss an das Lebensgefühl der Menschen seiner Zeit hergestellt – UND die musikalische Tradition zeitgemäß weiterentwickelt – denn er hat ja auch mittelalterliche Gesänge verdeutscht und damit verständlich gemacht und modernisiert! Dieser musikalische Flügel des Reformationsgeschehens hat wesentlich zum Gelingen der Reformation beigetragen. Deshalb sind auch heute alle Bemühungen in dieser Richtung den Einsatz wert und wir brauchen deshalb auch – unter anderem – eine sehr viel größere Zahl von Stellen für Popularmusik in der Kirche. Und wir brauchen Menschen, die solche Stellen besetzen, die das nicht als Ersatz oder Verdrängung der “klassischen Kirchenmusik” sehen, sondern die im Idealfall von beidem Ahnung haben. Dann kann auch heute Reformation gelingen.
Übrigens sind die Gospelbewegung und der Aufschwung der kirchlichen Popularmusik insgesamt die vielleicht einzige einigermaßen nachhaltige Belebungskampagne der letzten dreißig Jahre in unserer Kirche – ungefähr so lange gibt es sie schon und sie ist immer noch frisch, sie erreicht gerade auch die sog. “mittlere Generation”, die in der Kirche sogar noch seltener zu finden ist als Jugendliche. Umso erstaunlicher: sie stand in keinem Strategiepapier der Kirchenleitung – weder im Konzept “Öffnen und Verdichten” der VELKD noch im Kommunikationskonzept “Brücken bauen”, auch in evangelikalen Gemeindaufbaukonzepten (“Überschaubare Gemeinde” oder auch “NCD”) kam und kommt so etwas nicht vor. Nicht einmal so richtig im Papier “Kirche der Freiheit”, das zu einer Zeit entstand, als keiner mehr die Realität des Gospelbooms bestreiten konnte (1998 war das noch so: Da habe ich das “1. Norddeutsche Gospelchortreffen” organisiert und musste mir von Kirchenleitenden und Kirchenpresse noch anhören, den von mir behaupteten “Gospel-Boom” gebe es nicht, weshalb es für das Festival auch praktisch keine offizielle Unterstützung gab – nur der weltliche NDR berichtete begeistert …).
Was sagt uns das? Wir sollten weniger auf ausgefeilte Strategien vertrauen, schon gar nicht die Kirchenreform von Ideen erwarten, die den Gemeinden “top-down” diktiert werden, sondern Ausschau danach halten, wo und wie das Evangelium auch heute seine Kraft entfaltet – das ist nämlich der Kern der Gospelbewegung; Gospel heißt ja übersetzt “Das gute Kraftwort” und beschreibt damit das Wesen des Evangeliums, dem wir auch heute noch Veränderung zutrauen dürfen.
Jemand sagte kürzlich: “Auf den ‘Groove’ kommt es an.” Aber was ist “Groove”? Ein musikwissenschaftliches Lexikon definiert: “Groove entsteht durch eine Ungenauigkeit im Mikrorhythmus”  (weshalb man Menschen als Schlagzeuger braucht und keine “Rhythmusmaschine” im Keybord!). Wir sollten also ein bisschen mehr “Ungenauigkeit” wagen in der Kirche!