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Youtube-Kanal „Gospel liturgisch“

„Glory to God – Gospel liturgisch“ ist der Titel einer äußerst erfolgreichen Sammlung von Gospelstücken aus dem Zebe-Verlag, die (auch) als liturgische Stücke verwendbar sind und so den Gottesdienst lebendiger machen können. Dazu gibt es jetzt eine eigene youtube-Playlist, in der einige Stücke aus diesem Buch in verschiedenen Fassung von verschiedenen Chören enthalten sind. Man findet die Videos HIER

(Zwei kleine Anmerkungen:
1. Die Liste kann verlängert werden. Wenn Chöre Stücke aus „Glory to God“ aufgenommen haben, ist es natürlichs chön, wenn sie sie dort auch hochladen
2. Nicht immer handelt es sich bei den Stücken tatsächlich um notengetreue Aufnahmen der Fassungen aus dem Buch. Zum Beispiel ist bei „May the fragrance of Jesus“ mein Arrangement zumindest stark „ausgedünnt“  …  – da es aber ein schönes Lied ist, lässt sich die Version trotzdem anhören)

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Kleine Weihnachtsandacht

Ein weltweiter Megabestseller der letzten Jahre war das Buch „1000 places to see before you die“ (1000 Orte, die du gesehen haben musst, bevor du stirbst). Das Brandenburger Tor wird dort erwähnt, der Kilimandscharo, der Fjordland Nationalpark in Neuseeland, der Amazonas in Brasilien, der Kreml in Moskau, die Wüste Gobi in der Mongolei und schließlich auch ein berühmter Hot Dog-Stand in Chicago. Ich vermute, ich werde das nicht alles gesehen haben, wenn ich sterbe. Kaum ein Mensch wird tatschlich alle 1000 Orte bereisen können, nicht einmal ein reicher Europäer oder Amerikaner. Schon gar nicht ein Kleinbauer aus Afrika, eine Familie aus den Slums in Lateinamerika oder eine Frau aus Saudi-Arabien, die noch nicht einmal aus dem Haus gehen darf, wenn es ihr Mann ihr nicht erlaubt.
Was ist nun, wenn ich diese Orte, die man unbedingt gesehen haben muss, nicht erleben kann? Ist dann mein Leben sinnlos, umsonst? Was muss man wirklich gesehen und erlebt haben, damit man in Frieden sterben kann?
Die Bibel erzählt von einem alten Mann, Simeon, der täglich in den Tempel kam. Er wartete auf den Messias, den „Trost Israels“. Er wollte es noch einmal erleben und spüren, dass Gott sein Volk und auch ihn nicht vergessen hatte – obwohl doch selbst die Schriftgelehrten seiner Zeit sagten: „Die Propheten haben sich schlafen gelegt“
Und dann kommen eines Tages zwei arme Leute mit einem Kind in den Tempel. Er erkennt ihre Armut daran, dass sie als Opfer nur zwei Tauben mitgebracht haben – das normale Dankopfer nach der Geburt eiens Kindes bestand aus einem einjährigen Schaf und einer Taube. Wer sich das nicht leisten konnte, konnte auch zwei Tauben opfern. Und das taten Maria und Josef.
Simeon erkennt aber nicht nur, dass diese Menschen arm sind. Sondern er erkennt auf wundersame Weise auch, dass dieses Kind armer Leute ein ganz besonderes Kind ist: der Trost Israels, auf den er gewartet hat, der Messias. Und deshalb singt er ein Lied, das bis heute in vielen Nach- und Umdichtungen gesungen wird: „Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.“ (Lukasevangelium Kap. 2, Verse 29-32)
Weil Simeon Jesus kennengelernt hat, darum kann er in Frieden sterben. Das ganze Neue Testament – Megabestseller seit Jahrhunderten – könnte diesen Titel haben: „Die eine Person, die du kennengelernt haben musst, bevor du stirbst“. Du brauchst nicht tausend Orte kennenzulernen, damit dein Leben sinnvoll wird. Du brauchst nur diese eine Person: Jesus. An Weihnachten sind wir zu seinem Geburtstag eingeladen – eine tolle Möglichkeit ihn kennenzulernen!

Von den zahlreichen Vertonungen dieses Liedes hier zwei Beispiele aus dem Bereich der Worship-Musik:
https://www.youtube.com/watch?v=wd6cJC8cjsM Oh God, Now Let Your Servant Depart In Peace ~ The Gospel Coalition
https://www.youtube.com/watch?v=PNLdOhiW-8k Taize Let your servant now go in peace