Schlagwort-Archive: Liturgie

Neue Noten: Jesus Lamb of God

Ein einfacher Chorsatz mit dem liturgischen Text des “Agnus Dei” kommt neu aus meiner Werkstatt. Den Text gibt es auf deutsch und auf Englisch. HIER ist das Lied zu finden.
Es kann in der Liturgie an der entsprechenden Stelle – vor der Austeilung – gesungen werden (also statt “Christe du Lamm Gottes” oder der sonst üblichen Fassung des Agnus Dei). Es eignet sich aber m.E. auch gut dafür, es im Gehen zu singen, also zum Beispiel zum Einzug in einem Gottesdienst in der Passionszeit oder am Gründonnerstag, oder als Zwischengesang beim Abgehen eines Kreuzweges (auf dem Weg von Station zu Station)

Jesus Gottes Lamm – Jesus Lamb of God

Advertisements

Kyrie und Gloria – weltlich gesehen

Gerade (wieder) entdeckt: auch ein Zugang zur Liturgie! (das erste Mal, dass ich etwas “reblogge” …)

Kraftwort

Was ich nicht habe – Was ich habe, aber nicht will – Was ich habe: Das sind die drei Teile des Textes von Poetry Slammerin Julia Engelmann. Die ersten beiden Teile entsprechen dem, was in der Liturgie des Gottesdienstes mit dem Kyrie eleison gemeint ist: Ich darf meine Defizite aussprechen, und damit verlieren sie ihre Macht. Danach bin ich frei, auch dankbar Gott zu loben für das, was er mir geschenkt hat (das entspricht in der Liturgie dem Lobgesang des Gloria) … Gut gemacht, Julia!

Nachlesen (oder mitlesen) kann man den Text übrigens hier

View original post

Gospel ist ökumenisch

Dass römisch-katholische Christen in Gospelchören mitsingen ist nichts ungewöhnliches. Trotzdem war mein Eindruck bisher, dass Gospelchöre als Ganze fast nur im evangelischen Milieu zuhause sind, und dass Gospelgottesdienste deshalb im Wesentlichen auch nur in evangelischen Kirchen gefeiert werden. Ein Irrtum offensichtlich; denn in der angesehenen katholischen Fachzeitschrift “Anzeiger für die Seelsorge – Zeitschrift für Pastoral und Gemeindepraxis” wurde folgende Rezension veröffentlicht:

“Richter, Wolfgang M. Gospelimpuls
Gospelgottesdienste, Gospelandachten und Anregungen für die Gemeindearbeit
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2013
Gospelgesang ist beliebt. Jeder Kirchenchor schwingt sich gerne auch einmal in diese populäre Musikrichtung ein. Doch wie baut man sie richtig in die Liturgie ein? Wolfgang M. Richter stellt ausgearbeitete und in der Praxis erprobte Entwürfe für Gospelgottesdienste vor. Durch das gesamte Kirchenjahr hin gibt er Ratschläge und kreative Ideen. Die dafür ausgewählten Lieder finden sich im Anhang dieses Buches. Auch die beiliegende CD mit weiteren Materialien für die Gemeindearbeit hilft, dass Gospelmusik ein beschwingt-mitreißender Teil der Gemeindearbeit werden kann. Auch wenn Richter aus der evangelischen Tradition kommt, seine Erfahrungen als Koordinator von überregionalen Gospeltreffen und als Beauftragter für Gottesdienst und Kirchenmusik sind für alle Konfessionen hilfreich und auf die eigene Situation gut zu übertragen. Neben zehn ausgearbeiteten Vorlagen gibt es reichlich Grundlagentexte für den Einstieg in die Gospelarbeit mit Workshops und Verkündigungshilfen. (Lei)”

Im Original findet man diese Rezension hier: http://www.anzeiger-fuer-die-seelsorge.de/leserservice/fuer_sie_gelesen/buchbesprechung_html?k_beitrag=3828732

Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit gibt es HIER

Aus einer GOSPELIMPULS-Rezension von Eva von der Heyde

Eva von der Heyde ist Leiterin des Gospelchores der Leipziger Thomaskirche „Open Up Wide“ (also Gospel-Kantorin an der Kirche, an der auch Johann Sebastian Bach gewirkt hat …) und Mitglied des EKD-weiten Arbeitskreises „Gospel in der Kirche“. Näheres über ihren Chor findet man unter http://www.gospel-leipzig.de. Intensiv hat sie sich in einer Buchbesprechung mit dem Buch “GOSPELIMPULS” auseinandergesetzt. Hier wird die Rezension in Auszügen wiedergegeben. Sie erschien zuerst in “Für den Gottesdienst”, einer Arbeitshilfe aus dem Michaeliskloster, dem EKD-Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik.

“GospelImpuls” … bietet Gemeindechören die Möglichkeit, sich mit Gospelsingen zu beschäftigen. Mit seinen vielen Beispielen lädt es ein, mit dem eigenen Chor in der eigenen Gemeinde Gospelgottesdienst zu feiern. Jedes Beispiel wird mit einer Vorbemerkung zu der gottesdienstlichen Situation eingeleitet. Der Autor schafft eine Atmosphäre der Offenheit, sich mit den Inhalten von Gottesdienst, Liturgie und Kirchenjahr in aller Freiheit auseinanderzusetzen und einen ganz eigenen Weg zu suchen und zu finden.
Wolfgang Richter stellt sich der Herausforderung, eine gute Verbindung zwischen den liturgischen Elementen eines Gospelgottesdienstes herzustellen. Gesungenes und gesprochenes Wort bilden eine Einheit. Der Autor lässt Worte im musikalischen Kontext nicht wie Fremdkörper erscheinen. Gleichzeitig werden die Gospelsongs so gut in den liturgischen Ablauf eingebettet, dass der ungeübte Hörer die Bedeutung der Lieder inhaltlich und emotional nachvollziehen kann. Die Leserinnen und Leser bekommen zahlreiche Anregungen zu einer gelingenden Verbindung von Musik, Musikern, Predigt und Gemeinde. Vor allem lädt Wolfgang Richter ein, mit allen liturgischen Elementen kreativ umzugehen, sie zu entfalten und für ungeübte Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer nachvollziehbar erlebbar zu machen.
Es wird deutlich: Gospelgottesdienste zielen auf starke Beteiligung aller am gottesdienstlichen Geschehen Mitwirkenden. Dazu gehört neben den offensichtlich Agierenden auch die Gemeinde. Dies geschieht meistens durch Mitsingen und Mitklatschen. Außerdem greift Richter auf Elemente inzwischen etablierter Andachts- und Gottesdienstformen wie die der Thomasmesse und der Taizé-Andacht zurück. … So wird das gottesdienstliche Erleben auf alle Sinne ausgeweitet. … Gleichzeitig ergibt sich eine hohe emotionale und sinnliche Erlebniswelt.
… Wünschenswert wäre es, dass alle Songs mit Akkordsymbolen versehen wären. Das würde manchem ungeübten Gospelinterpreten die Handhabe erleichtern.
Interessant ist das Kapitel über „Flow-Killer“. Flow, der Spannungsbogen, der sich natürlich durch den Gottesdienst zieht. Er entsteht aus dem Ineinandergreifen aller gottesdienstlichen Elemente. …
GospelImpuls … schreit nach einer Fortsetzung …

Eva von der Heyde

Eigene Anmerkung: Die ersehnte Fortsetzung ist erst mal dieses Blog. Meine eigene Selbstvorstellung des Buches gibt es hier: https://gospelimpuls.wordpress.com/das-buch/