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Nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag …

Liedermacher für Dortmund 2019 gesucht!

Der Berliner Kirchentag (hier ein Gospelvideo von dort) ist gerade erst vorbei, da wird bereits der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag vorbereitet

Wer als Texter oder Komponist an der Liederwerkstatt zum Kirchentag 2019 teilnehmen möchte, kann sich schon jetzt bewerben – die Liederwerkstatt findet vom 14.-17. Janur 2018 statt, bis dahin wird auch bereits die Kirchentagslosung feststehen. Die Bewerbungsunterlagen gibt es HIER.

Schon beim Berliner Kirchentag gab es endlich einmal “frischen Wind” und neue Ideen für das Kirchentagssingen (vorher sahen die DEKT-Liderhefte jahrzehntelang fast gleich aus). Die Innovationen hingen wohl zum einen mit dem Reformationsjubiläum zusammen, das “neue” Themen brachte (jedenfalls andere als in den letzten Jahren), zum anderen sicher auch damit, dass es auch für diesen Kirchentag bvereits eine Liederwerkstatt gab, an der auch neue Gesichter beteiligt waren.

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Liedermacher für den Kirchentag gesucht

Endlich! Der Kirchentag öffnet sich musikalisch gesehen für neue Ideen und für neue Menschen. Die musikalischen Innovationen in den Kirchentagsliederheften waren seit dem Tod von Peter Janssens recht überschaubar – was sicher auch damit zusammenhängt, dass nur eine recht begrenzte Anzahl der immer gleichen Texter und Konponisten überhaupt zur Mitwirkung eingeladen wurde. Erstmals können jetzt auch “neue” Dichter und Komponisten an der entscheidenden Liedertagung teilnehmen, wie aus folgender epd-Meldung hervorgeht:

“Der Kirchentag sucht kreative Liederdichter für das Protestantenfest zum Reformationsjubiläum 2017. In einer Liederwerkstatt in Hildesheim sollen neue Lieder zu Losung und Bibeltexten des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages komponiert werden, wie die Geschäftsstelle am Donnerstag in Fulda mitteilte. Die Lieder werden Eingang in das Liederbuch des Protestantentreffens finden, das vom 24. bis 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg stattfinden wird. Musiker und Texter können sich bis zum 13. September 2015 bewerben.

Zum siebten Mal schon veranstaltet der Kirchentag eine derartige Liederwerkstatt. Erstmals wird jedoch die Hälfte der Teilnehmerplätze in einem offenen Bewerbungsverfahren besetzt. Die andere Hälfte der Teilnehmer wird vom Kirchentag ausgewählt, sodass möglichst viele Musikrichtungen abgedeckt werden. In zwei Jahren feiern die evangelischen Christen den 500. Jahrestag des Thesenanschlags in Wittenberg. Die Veröffentlichung der Ablassthesen Martin Luthers (1483-1546) gilt als Ausgangspunkt der Reformationsbewegung.”

Die genauen Informatoinen gibt es hier: https://www.kirchentag.de/liederwerkstatt

Gospel auf dem Kirchentag – ein paar unvollständige Eindrücke

“Gospel ist ja schwächer vertreten im Programm als die letzten Male” meinte ein kirchentagserfahrner Musiker-Kollege, den ich auf der Hinfahrt zum Kirchentag in der Raststättenschlange zufällig traf. Ob er mit diesem Vergleich recht hat, kann ich nicht beurteilen: Ich habe von den vergangenen Kirchentagen nur einzelne Tage miterlebt und war zum ersten Mal als Mitwirkender beteiligt – gemeinsam mit meinem Gospelchor. Aber absolut gesehen, war Gospel nicht “schwach vertreten”, auch wenn die “Creative Kirche” (manche nennen sie den “FC Bayern” der Gospelszene) dieses Mal nur auf dem Markt der Möglichkeiten präsent war. Trotzdem war die “Bundesliga” der Gospelmusik ebenso vertreten wie der popularmusikalische “Breitensport”.
Haupt-Anlaufpunkt für Gospelfreunde war das Gospelzentrum in der Lutherkirche Fellbach, direkt an der gleichnamigen U-Bahn-Station der U 1 gelegen. Es war gut besucht und bot ein tolles Programm. Christiane und Hauke Hartmann starteten mit ihrer Gospel Familiy mit einem phantasievollen Eröffnungsgottesdienst, in dem nicht nur die Musik, sondern auch die Kreativbeiträge (Theaterstück aus dem Altersheim) und die Wortverkündigung einfach gestimmt haben. (Von Salomo habe ich hier mehr verstanden als im Abschlussgottesdienst, bei dem der gleiche Predigttext zugrunde lag). Deutliche Gospelpräsenz zeigte natürlich auch der Lokalmatador “Gospel im Osten” (als Chrismon-Preisträger so etwas wie der DFB-Pokalsieger um im Fuballbild zu bleiben). Und schließlich erreichte “Just Gospel” die Massen als umjubelte Mitwirkende beim heimlichen Höhepunkt des Kirchentages- dem “Wise Guys”-Konzert.
Außerdem gab es Auftritte von Gospelchören open air, bei Bibelarbeiten und bei Feierabendmahlen. Für mich persönlich waren dabei die Höhepunkte das Feierabendmahl in Filderstadt, bei dem der Gronauer Gospelchor ~JOY~, “GCBB” (Gospelchor Betheln-Barfelde) und der Pop- und Gospelchor Bernhausen gemeinsam eine international zusammengesetzte Gemeinde in der überfüllten Petruskirche begeisterten, bei den meisten Stücken unter der motivierenden Leitung von Carolin Stäbler (Vorstandsmitglied bei “musikplus”, den Gospelprofis der Württembergischen Landeskirche). Fast genauso beeindruckend war es, als wir am nächsten Morgen mit unserer eigentlich recht kleinen Chorgruppe aus JOY und GCBB bei der Bibelarbeit mit Nadia Bolz-Weber aus Denver das ganze Gloria-Kino zum Mitsingen bewegen konnten.
Was hätte besser sein können?
– Das allgemeine “Zentrum Kirchenmusik” lag leider am letzten Ende des Veanstaltunsgeländes auf den Neckarwiesen; auch dass Gospelzentruem, Lobpreiszentrum und Kirchenmusikzentrum an ganz verschiedenen Orten zuhause waren, war schade. Räumliche Nähe hätte mehr Austausch ermöglicht und der Tatsache Rechnung getragen, dass die Grenzen immer fließender werden (was nebenbei auch daran zu spüren war, dass die allerorst in der Stadt zu hörenden Posaunenchöre auch oft Gospelmusik im Repertoire hatten)
– Im Gospelzentrum hätte gut auch noch ein Workshop zum Thema “Gospelgottesdienste” Platz gehabt
– Auch wenn das Programmheft dann noch dicker geworden wäre: Bei vielen Veranstaltungen wurden die musizierenden Gruppen, also auch die Gospelchöre, gar nicht als Mitwirkende im Programmheft erwähnt. sondern nur der jeweilige Referent oder Bibelarbeiter; das war schade. Und wenn man es im gedruckten Programm nicht berücksichtigen kann oder will – zumindest in der Online-Version bzw. in der Kirchentags-App wäre das doch problemlos unterzubringen …IMG_1425

(Foto: Eröffnungsgottesdienst des Gospelzentrums in der Lutherkirche)

siehe auch: http://www.gospelradio.de/public/index.php?id=349

Gospel auf dem Kirchentag

Vom 3. bis 7. Juni findet der Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart statt. In der Lutherkirche Fellbach (Kirchplatz 1) gibt es ein eigenes Gospelzentrum, in dem von Donnerstag bis Samstag immer wieder Gospelkonzerte stattfinden. Das Programm des Gospelzentrums findet man hier:

https://www.kirchentag.de/index.php?id=16807&HideForm=1&Location=FKD010&no_cache=1

Als erstes gibt es dort am Donnerstag von 11.00 bis 12.30 einen Gottesdienst zur Eröffnung des Gospel-Treffpunkts -“Herr, gib mir ein weises Herz” mit Christiane Hartmann, Chorleiterin, Dortmund und der Gospel Family, Bochum

Außerdem lade ich herzlich ein, einen der Auftritte der Projekt-Chorgemeinschaft
Gronauer Gospelchor ~JOY~ / Gospelchor Betheln-Barfelde mitzuerleben. Unsere Auftritte beim Kirchentag sind:
Do 14 Uhr Königstraße / Schulstraße
Fr 11 Uhr Akademiegarten
Fr 19 Uhr Feierabendmahl in der Petruskirche Bernhausen (Auftritt gemeinsam mit dem Pop- und Gospelchor Bernhausen, Leitung Carolin Stäbler)
Sa 9.30 Uhr Bibelarbeit mit Pastorin Nadia Bolz-Weber in den Innenstadtkinos Gloria 1 Königstraße 20

Kirchentags-Stadtplan: 528 | U32

Glückwunsch!

Ein “Doodle” bekam er heute zwar nicht – aber immerhin wurde sein Geburtstag sogar in unserer kleinen Lokalzeitung erwähnt: “Choral Brother Ogo” wird 80 Jahre alt. Oskar Gottlieb Blarr ist ein hoch anerkannter Kirchenmusiker und Professor, der Oratorien, Orgelwerke und vieles mehr komponiert hat – aber auch bedeutende “Neue Geistliche Lieder”, zum Beispiel “Shalom, wo die Liebe wohnt” oder “Einer hat uns angesteckt”: Tolle Melodien, die in meiner Jugend dazu beigetragen haben, dass ich mit dem Virus infiziert wurde, das Evangelium mit zeitgemäßer Musik zu verbinden (ich habe ihn auf einem Kirchentag in Frankfurt erlebt – die ganze Halle tanzte zu seinen Melodien!). Herzliche Glück- und Segenswünsche – und “Thank you for the music!”