Neue Perikopenordnung ab 1. Advent 2018

Es gibt eine neue „Ordnung der gottesdienstlichen Texte und Lesungen“ (OGTL) für die lutherischen und unierten Gemeinden in Deutschland. Im Amtsblatt der VELKD wurde die ausführliche Liste veröffentlicht – HIER ist die komplette Liste als Übersicht zu finden – die offizielle Veröffentlichung im Amtsblatt der VELKD kann man HIER einsehen.

Die Ordnung entspricht, soweit ich erkennen kann, im Wesentlichen dem, was bereits in der Erprobung vorgschlagen wurde. Das bedeutet – aus meiner Sicht: LEIDER! – auch, dass tatsächlich zumindest ansatzweise ein Paradigmenwechsel im Kirchenjahr vollzogen wurde: Bisher war Grundprinzip, dass das ganze Kirchenjahr im Osterfest verankert ist. Der variable Ostertermin bestimmte sowohl die Länge der Trinitatiszeit (war also folgenreich bis in den November – dies wird auch so bleiben), als auch (und das soll sich ändern) die Länge des Weihnachtsfestkreises mit seiner unterschiedlichen Anzahl der Sonntage nach Epiphanias. Quer zu diesem österlichen Kirchenjahr hat zusätzlich der Weihnachtsfestkreis seine Fühler in verschiedene Ecken des Jahres ausgestreckt und feste Termine hervorgebracht – wie den Tag der Verkündigung an Maria (25. März), den Johannistag (24. Juni) sowie den Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess – 2. Februar). Alle „historisieren“ die dem Weihnachstfestkreis zugehörigen Abläufe „in Echtzeit“ (9 Monate vor der Geburt Empfängnis – 1/2 Jahr vor der Geburt Jesu die des Täufers gemäß Angaben im Lukasevangelium, Reinigungsritual nach jüdischem Gesetz 33 Tage nach der Geburt …)

Dieses „Osterprinzip“ wurde nun für den Weihnachtsfestkreis aufgehoben: Er wird zum „monolithischen Block“, der von Ostern unabhängig wird: Die Epiphaniaszeit soll immer mit dem 2.  Februar enden, dadurch sind jetzt 2 bis 5 Sonntage vor der Passionszeit möglich.  Das ist schade – zum einen, weil die zentrale Bedeutung des Ostertermins eine theologische Zentralbedeutung der Osterbotschaft unterstreicht (Man ist also dem volkstümlichen „Weihnachtschristentum“ ein Stück entgegengekommen). Die Frage ist ja, ob die Epiphaniaszeit jetzt auch „in Echtzeit“ bis 2. Februar sich nur mit der Kindheit Jesu befassen soll? (Das passt nicht dazu, dass z.B. bereits der 1. Sonntag nach Epiphanias die Taufe Jesu, der letzte die Verklärung Jesu feiert …). Und wer feiert denn „Mariä Lichtmess“? Zum anderen ist es schade, dass in manchen Jahren der Sonntag Septuagesimä ganz wegfällt – der thematisch ein „Reformationsfest ohne Personenkult“ darstellt und traditionell vom Beginn der regelmäßigen Fürbitte für die Konfirmanden geprägt ist.

Trotzdem: Positiv bleibt zu vermerken, dass alttestamentliche Texte ein größeres Gewicht bekommen, besonders auch Psalmen jetzt Predigttexte sein können und dass die Bindung „Evangelien sind Predigttextreihe I / Epistellesung = Predigtreihe II“ aufgehoben wurde.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite der VELKD!

 

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„Gospels und Gebete für unterwegs“

Die Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen hat – inzwischen in einer zweiten, überarbeiteten Auflage – ein Heft „Gospels und Gebete für unterwegs“ herausgebracht. Im handlichen Taschenformat enthält es Songs von Micha Keding, Hanjo Gäbler, Joachim Dierks, Miriam Schäfer und Peter Hamburger – brandneue Songs und weniger bekannte Klassiker in neuen Arrangements. Die 48-seitige Broschüre kann ab sofort bei der Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen kostenlos bestellt werden.
Versicherer im Raum der Kirchen
Die Akademie
Kölnische Str. 108-112
34119 Kassel
Telefon 0561 70341-3011
die.akademie(at)vrk.de
Fax: 0561/ 70341-3070

!Rock&Gospel!-Gottesdienst in Filderstadt-Bernhausen

!Rock&Gospel!-Gottesdienst mit dem Thema Hilfe! Ich kann mich nicht entscheiden
am kommenden Sonntag, den 25. März 2018 um 10:30 Uhr (Sommerzeit! *) in der Filharmonie in Filderstadt-Bernhausen.
(* Achtung, Zeitumstellung auf Sommerzeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt! Wer die Zeitumstellung vergißt, kommt dadurch eine Stunde zu spät.)

Die Predigt kommt diesmal von Daniela Mailänder. Sie ist Referentin für Fresh X Deutschland und neue Gottesdienstformen der Evangelischen Jugend Nürnberg. Etwas mehr über Daniela Mailänder erfahren Sie auf unserer Website www.rock-und-gospel.de.

Beim !R&G! wird die Botschaft theatralisch durch das „Theater Transparent“ mit Manfred Geywitz, Renate Müller und Regina Hintzenstern sowie musikalisch durch die Band „Joyful Noise“ mit mit Jasmin Häckel unterstützt werden.

Die parallel stattfindende „Kinderkirche live“ für die älteren Kinder wird von Katharina Isenburg und dem Kiki-Team Johannes gestaltet. Außerdem gibt es natürlich auch eine Kinderbetreuung für die Kleinsten – mit Tonübertragung vom Gottesdienst für die Eltern, die ihre Kinder nicht alleine lassen können oder wollen.

Umfrage Gottesdienstbesuch

Hier eine Information der Liturgischen Konferenz, die ich gerne weiterleite:

Machen Sie mit – Ihre Meinung ist wichtig!

Wann und wieso gehen Menschen heute zur Kirche?
An welchen Gottesdiensten nehmen sie teil?

Im Namen der Liturgischen Konferenz in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wollen wir das untersuchen. Dazu brauchen wir Ihre Mithilfe!

Wir bitten Sie, uns auf die Fragen unter www.zur-kirche.de spontan und ehrlich zu antworten.
Übrigens: Auch wenn Sie z.B. nur an Weihnachten zur Kirche gehen, freuen wir uns über Ihre Meinung.

Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert gut 10 Minunten.
Herzlichen Dank!

Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck, Universität Bonn
Dr. Julia Koll, Ev. Akademie Loccum
Dr. Folkert Fendler, Pastoralkolleg Loccum

P.S.: Leiten Sie diese Nachricht bitte an Ihre Freunde, Kolleginnen und Verwandte weiter. DANKE!

BTW: Die Kategorie „Gospelgottesdienste“ fehlt leider bei den Fragen nach besonderen Gottesdiensten, die man ggf. besucht hat … – aber die Bedeutung der Musik insgesamt ist deutlich im Blick!

Eine Geschichte von Billy Graham

Am 21. Februar 2018 verstarb Billy Graham im 100. Lebensjahr. Er war Berater vieler US-Präsidenten, Freund von Martin Luther King (mit dem er sich gemeinsam gegen dei Rassentrennung engagiert hat) und ganz einfach „Amerikas Pastor“ (dieser Spitznae trifft es wohl besser als die in Deutschland gern zitierte Bezeichnung „Maschinengewehr Gottes“ …)

Billy Graham erzählte in seinen Evangelisationen manchmal diese Geschichte:
Ein Kind steht in London weinend an einer Straßenkreuzung auf dem Bürgersteig und weint. Niemand beachtet es so richtig. Menschen hasten vorbei, Autos brausen vorüber, die Ampel wird grün und wieder rot. Schließlich entdeckt eine Frau das weinende Kind. Sie stellt ihre Einkaufstasche auf den Boden, bückt sich vor dem Kind, schaut dem Kind ins Gesicht und fragt: „Was ist denn los?“ Das Kind sagt: „Ich habe mich verlaufen. Ich weiß nicht wo ich bin. Ich sollte doch längst zuhause sein. Aber ich finde den Weg nicht!“ Die Frau trocknet erst einmal die Tränen und fragt: „Weißt Du denn Eure Adresse?“ Das Kind schüttelt traurig den Kopf. Die Frau hebt den Kopf des Kindes und sagt: „Schau Dich doch einmal um. Kannst Du irgendetwas sehen, was Du kennst?“ Und da sagt das Kind: „Da hinten: der Turm mit dem Kreuz auf der Spitze: Das ist unsere Kirche, die ist bei uns um die Ecke.“ Die Frau fragt: „Wenn wir dorthin gehen: Findest Du dann nach Hause?“ Das Kind nickt mit dem Kopf und sagt „Mhm. Ja.“ Da sagt die Frau: Dann bringe ich Dich jetzt dorthin und von dort gehen wir nach Hause.“
Billy Graham sagte dazu: „Das ist der Grund, warum ich predige. Ich möchte so sein wie diese Frau. Ich möchte solchen Menschen, die die Orientierung verloren haben helfen, dass sie das Kreuz entdecken und nach Hause finden“

Alle Workshops beim NGCT!

10-norddeutsches-gospelchortreffen-vom-7-9-september-2018-in-uelzen

Das Programm für die Workshops beim 10. Norddeutschen Gospelchortreffen, das vom 7. bis 9. September in Uelzen stattfindet, ist komplett. Hier sind alle 11 (in Worten ELF) Workshops, zwischen denen Ihr wählen könnt:

Workshop 1 – Afrika-Gospel (Max-Ole Tammen)

Leiter des Chors Njabulo

https://www.afrikagospel.de


Workshop 2 – Songs aus dem Popkantor-Songbook (Til von Dombois)


Workshop 3 – Percussion (Gunnar Hoppe)


Workshop 4 – Cajon (Martin Bartsch)

Martin Bartsch gehört zum Team von Mass-Choir-Leiter Stefan Wieske und wird in der Band beim Abschluss-Konzert spielen


Workshop 5 – Gospel-Guitar (Lasse Reising)

Er gehört ebenfalls zum Team von Stefan Wieske und wird in der Band beim Abschluss-Konzert spielen


Workshop 6 – Gospel anleiten: Einfach singen (Jan Meyer)

Jan Meyer ist der Kirchenmusiker der Gospelkirche Hannover: https://gospelkantor.com/


Workshop 7 – Stimmbildung: gesunde Singatmung (Kerstin Schlüsselburg)


Workshop 8 – Contemporary Gospel (Eggo Fuhrmann)


Workshop 9 – Solo-Coaching (Marlies Teichmann)

Kurz-Info – auf der Seite nach unten scrollen


Workshop 10 – Choreographie (Julia Knappe)


Workshop 11 – Lieder für den Mass-Choir

für alle Teilnehmer, die keine Gelegenheit haben, die Lieder für den Mass-Choir vor dem NGCT einzustudieren.

Den Mass-Choir leitet Stefan Wieske mit seinem Team (s-wieske.de)

Anmelden zu Norddeutschlands größtem Gospelfestival kann man sich HIER

 

 

Anmeldung zum NGCT ab sofort möglich!

 

10-norddeutsches-gospelchortreffen-vom-7-9-september-2018-in-uelzenAb sofort ist es möglich, sich als Chor zum 10. Norddeutschen Gospelchortreffen anzumelden, das vom 7. bis 9. September in Uelzen stattfindet. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt – deshalb: keine Zeit verlieren; denn das Interesse an der „Jubiläumsausgabe“ des größten Gospelfestivals in Norddeutschland ist groß!

Zu Anmeldung geht’s HIER!

Workshops beim NGCT

 

10-norddeutsches-gospelchortreffen-vom-7-9-september-2018-in-uelzenEs gibt Neues vom Norddeutschen Gospelchortreffen, das vom 7. bis 9. September 2018 in Uelzen stattfindet: Das Workshopprogramm ist online – den Mass-Choir wird Stefan Wieske leiten, es gibt Workshops zu den Themen „Afrika-Gospel“, „Percussion“, „Gospel-Guitar“ und etliches mehr (und das eine odere andere kommt vermutlich sogar noch dazu) – die jeweils aktuelle Zusammenstellung gibt es HIER!

 

Feiert den Johannistag!

Die norddeutschen Bundesländer wollen einen zusätzlichen Feiertag einführen.
Mein Vorschlag dafür: Wir sollten uns ökumenisch darum bemühen, den Johannistag (24. Juni) zum Feiertag zu machen.
Folgende Gründe sprechen dafür – gerade auch im Vergleich mit dem bisher meistens vorgeschlagenen Reformationstag:
1. Theologisch ist Johannes der Täufer wichtiger als Martin Luther und die Reformator/inn/en; denn er ist eine biblische Gestalt als Vorläufer und Wegbereiter Jesu Christi. Vermutlich würde auch Martin Luther dieser Behauptung zustimmen. Und wenn es mit Luthers These 1 darum geht, deutlich zu machen, dass unser ganzes Leben eine Buße sein soll, dann hat Martin Luther damit ja nur erneut wiedergegeben, was Johannes gepredigt hat. Das heißt: Die reformatorische Botschaft ist im Johannistag mitenthalten.
2. Ökumenisch / Interreligiös: Der Johannistag ist nicht rein evangelisch, sondern für alle christlichen Konfessionen gleich. Zusätzlich ist er, obwohl aus christlicher Tradition stammend, auch für Muslime „anschlussfähig“: Johannes der Täufer wird auch von Muslimen als bedeutende Persönlichkeit der Glaubensgeschichte anerkannt. Auch dem Dialog mit dem Judentum kann eine Besinnung auf Johannes förderlich sein.
3. Tradition: Der Johannistag ist im Brauchtum bis heute stark verankert, z.T. sogar wieder stärker ins Bewusstsein getreten. Er gilt als Abschlusstag der Spargel- und Rhabarber-Saison, Pflanzennamen wie Johannistreu und Johanniskraut erinnern an seine Bedeutung und vor allem der Brauch des Johannisfeuers („Mittsommer“) ist eine Tradition, die auch in Deutschland schon immer präsent war, im Zuge des Zusammenwachsens Europas aber in der jüngeren Vergangenheit vor allem in Norddeutschland immer häufiger aufgegriffen wird, da sie im benachbarten Skandinavien weit verbreitet ist („St.Hans-Dag“)
4. „Gleichmäßige Verteilung“ / Platz im Jahreskreis – Der Termin im Juni sorgt eher für eine gleichmäßge Verteilung von Feiertagen übers Jahr als der Reformationstag (im Oktober wird auch der Tag der dt. Einheit begangen) und ist als sommerlicher Feiertag jahreszeitlich attraktiver – Das bietet eine größere Vielfalt an Chancen für kirchliche Veranstaltungen (Freiluftgottesdienste, Tauffeste, Gemeindefeste, Regionalgottesdienste mit Radtouren und Wanderungen, Pilgeraktionen …). Vermutlich fördert der sommerliche Termin im Jahreskreis aber auch die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz dieses Tages – auch wer nicht an kirchlichen Feiern dieses Tages teilnehmen will, wird den Christen für einen freien Tag im Sommer besonders dankbar sein …
Kurz: Der Johannistag ist in Theologie und Tradition gut begründet, in besonderer Weise ökumenisch verantwortbar, er ist interreligiös und gesamtgesellschaftlich anschlussfähig und jahreszeitlich attraktiv.

Kleine Anmerkung: Ja, das Thema hier hat mit Gospel nicht viel zu tun – ich habe damit auch eine neue Kategorie auf diesem Blog eingeführt „Kirche und Gesellschaft“. Schon immer habe ich hier aber auch als „Liturgiker“ gebloggt. Und mit dem Kirchenjahr hat das Thema ja in jedem Fall zu tun …