Archiv der Kategorie: Theologie und Mission

Allen, die predigen ins Stammbuch zu schreiben …

“People will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.” (Fundort: HIER)

 

 

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Eine Geschichte von Billy Graham

Am 21. Februar 2018 verstarb Billy Graham im 100. Lebensjahr. Er war Berater vieler US-Präsidenten, Freund von Martin Luther King (mit dem er sich gemeinsam gegen dei Rassentrennung engagiert hat) und ganz einfach „Amerikas Pastor“ (dieser Spitznae trifft es wohl besser als die in Deutschland gern zitierte Bezeichnung „Maschinengewehr Gottes“ …)

Billy Graham erzählte in seinen Evangelisationen manchmal diese Geschichte:
Ein Kind steht in London weinend an einer Straßenkreuzung auf dem Bürgersteig und weint. Niemand beachtet es so richtig. Menschen hasten vorbei, Autos brausen vorüber, die Ampel wird grün und wieder rot. Schließlich entdeckt eine Frau das weinende Kind. Sie stellt ihre Einkaufstasche auf den Boden, bückt sich vor dem Kind, schaut dem Kind ins Gesicht und fragt: „Was ist denn los?“ Das Kind sagt: „Ich habe mich verlaufen. Ich weiß nicht wo ich bin. Ich sollte doch längst zuhause sein. Aber ich finde den Weg nicht!“ Die Frau trocknet erst einmal die Tränen und fragt: „Weißt Du denn Eure Adresse?“ Das Kind schüttelt traurig den Kopf. Die Frau hebt den Kopf des Kindes und sagt: „Schau Dich doch einmal um. Kannst Du irgendetwas sehen, was Du kennst?“ Und da sagt das Kind: „Da hinten: der Turm mit dem Kreuz auf der Spitze: Das ist unsere Kirche, die ist bei uns um die Ecke.“ Die Frau fragt: „Wenn wir dorthin gehen: Findest Du dann nach Hause?“ Das Kind nickt mit dem Kopf und sagt „Mhm. Ja.“ Da sagt die Frau: Dann bringe ich Dich jetzt dorthin und von dort gehen wir nach Hause.“
Billy Graham sagte dazu: „Das ist der Grund, warum ich predige. Ich möchte so sein wie diese Frau. Ich möchte solchen Menschen, die die Orientierung verloren haben helfen, dass sie das Kreuz entdecken und nach Hause finden“

Anmeldung zum NGCT ab sofort möglich!

 

10-norddeutsches-gospelchortreffen-vom-7-9-september-2018-in-uelzenAb sofort ist es möglich, sich als Chor zum 10. Norddeutschen Gospelchortreffen anzumelden, das vom 7. bis 9. September in Uelzen stattfindet. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt – deshalb: keine Zeit verlieren; denn das Interesse an der „Jubiläumsausgabe“ des größten Gospelfestivals in Norddeutschland ist groß!

Zu Anmeldung geht’s HIER!

Feiert den Johannistag!

Die norddeutschen Bundesländer wollen einen zusätzlichen Feiertag einführen.
Mein Vorschlag dafür: Wir sollten uns ökumenisch darum bemühen, den Johannistag (24. Juni) zum Feiertag zu machen.
Folgende Gründe sprechen dafür – gerade auch im Vergleich mit dem bisher meistens vorgeschlagenen Reformationstag:
1. Theologisch ist Johannes der Täufer wichtiger als Martin Luther und die Reformator/inn/en; denn er ist eine biblische Gestalt als Vorläufer und Wegbereiter Jesu Christi. Vermutlich würde auch Martin Luther dieser Behauptung zustimmen. Und wenn es mit Luthers These 1 darum geht, deutlich zu machen, dass unser ganzes Leben eine Buße sein soll, dann hat Martin Luther damit ja nur erneut wiedergegeben, was Johannes gepredigt hat. Das heißt: Die reformatorische Botschaft ist im Johannistag mitenthalten.
2. Ökumenisch / Interreligiös: Der Johannistag ist nicht rein evangelisch, sondern für alle christlichen Konfessionen gleich. Zusätzlich ist er, obwohl aus christlicher Tradition stammend, auch für Muslime „anschlussfähig“: Johannes der Täufer wird auch von Muslimen als bedeutende Persönlichkeit der Glaubensgeschichte anerkannt. Auch dem Dialog mit dem Judentum kann eine Besinnung auf Johannes förderlich sein.
3. Tradition: Der Johannistag ist im Brauchtum bis heute stark verankert, z.T. sogar wieder stärker ins Bewusstsein getreten. Er gilt als Abschlusstag der Spargel- und Rhabarber-Saison, Pflanzennamen wie Johannistreu und Johanniskraut erinnern an seine Bedeutung und vor allem der Brauch des Johannisfeuers („Mittsommer“) ist eine Tradition, die auch in Deutschland schon immer präsent war, im Zuge des Zusammenwachsens Europas aber in der jüngeren Vergangenheit vor allem in Norddeutschland immer häufiger aufgegriffen wird, da sie im benachbarten Skandinavien weit verbreitet ist („St.Hans-Dag“)
4. „Gleichmäßige Verteilung“ / Platz im Jahreskreis – Der Termin im Juni sorgt eher für eine gleichmäßge Verteilung von Feiertagen übers Jahr als der Reformationstag (im Oktober wird auch der Tag der dt. Einheit begangen) und ist als sommerlicher Feiertag jahreszeitlich attraktiver – Das bietet eine größere Vielfalt an Chancen für kirchliche Veranstaltungen (Freiluftgottesdienste, Tauffeste, Gemeindefeste, Regionalgottesdienste mit Radtouren und Wanderungen, Pilgeraktionen …). Vermutlich fördert der sommerliche Termin im Jahreskreis aber auch die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz dieses Tages – auch wer nicht an kirchlichen Feiern dieses Tages teilnehmen will, wird den Christen für einen freien Tag im Sommer besonders dankbar sein …
Kurz: Der Johannistag ist in Theologie und Tradition gut begründet, in besonderer Weise ökumenisch verantwortbar, er ist interreligiös und gesamtgesellschaftlich anschlussfähig und jahreszeitlich attraktiv.

Kleine Anmerkung: Ja, das Thema hier hat mit Gospel nicht viel zu tun – ich habe damit auch eine neue Kategorie auf diesem Blog eingeführt „Kirche und Gesellschaft“. Schon immer habe ich hier aber auch als „Liturgiker“ gebloggt. Und mit dem Kirchenjahr hat das Thema ja in jedem Fall zu tun …

Musical „Katharina Lutherin“ in Gronau (Leine)

Bierbrauerin, Hauswirtschaftsleiterin, theologische Gesprächspartnerin, gelernte Nonne und Martins “Herr Käthe” – all das und mehr war Katharina von Bora, die “Lutherin”, die erste Frau in einem evangelischen Pfarrhaus. Im Reformations-Jubiläumsjahr gibt es Anlass genug, sich mit dieser faszinierenden Frau der Reformation zu befassen. Auf unterhaltsame Weise ist das möglich mit dem Familien-Musical „Katharina Lutherin“. Am Freitag, 27. Oktober 2017 wird es um 18 Uhr in der St. Matthäikirche in Gronau zu erleben sein. Der Text stammt von Stephanie Schwenkenbecher (bekannt als Autorin in der „Zeit“ und als Verfasserin des Buches „Generation Y“), die Musik komponierte Pastorin Dr. Nicole Chibici-Revneanu – sie leitet das Bibelzentrum in Barth und hat sich auch als Gospelmusikerin und -komponistin bereits einen Namen gemacht.
Aufgeführt wird es von der Musicalcompanie „De pommerschen Engelspierken“ unter Leitung der Komponistin. „Engelspierken“ ist ein Wort aus dem pommerschen Platt. Es meint zwar eine Libelle, heißt wörtlich übersetzt aber „Stückchen von einem Engel“. Engel, also Überbringer einer guten Botschaft – das wollen auch die knapp 40 Mitwirkenden sein, die das Musical gestalten – übrigens Menschen aus allen Generationen, die jüngste Mitwirkende besucht die zweite Grundschulklasse, der älteste ist über 70 Jahre alt.
Der Eintritt ist frei, Spenden zur Deckung der Unkosten werden erbeten.

Berauschende Südamerikanische Chormusik …

… mit Werner Pfaff – gesungen, getrommelt und getanzt

Eisenach ist immer eine Reise wert – im Jubiläumsjahr 500 jahre Reformation allemal. Besonders aber, wenn man in dieser schlnen Stadt auch noch einen tollen Workshop mitmachen kann – zum Beispiel diesen hier zum Thema „Südamerikanische Chormusik“:

http://www.amj-musik.de/module.php5?mod=amj_kurse&fid=9&id=2403

Nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag …

Liedermacher für Dortmund 2019 gesucht!

Der Berliner Kirchentag (hier ein Gospelvideo von dort) ist gerade erst vorbei, da wird bereits der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag vorbereitet

Wer als Texter oder Komponist an der Liederwerkstatt zum Kirchentag 2019 teilnehmen möchte, kann sich schon jetzt bewerben – die Liederwerkstatt findet vom 14.-17. Janur 2018 statt, bis dahin wird auch bereits die Kirchentagslosung feststehen. Die Bewerbungsunterlagen gibt es HIER.

Schon beim Berliner Kirchentag gab es endlich einmal „frischen Wind“ und neue Ideen für das Kirchentagssingen (vorher sahen die DEKT-Liderhefte jahrzehntelang fast gleich aus). Die Innovationen hingen wohl zum einen mit dem Reformationsjubiläum zusammen, das „neue“ Themen brachte (jedenfalls andere als in den letzten Jahren), zum anderen sicher auch damit, dass es auch für diesen Kirchentag bvereits eine Liederwerkstatt gab, an der auch neue Gesichter beteiligt waren.

„Ein feste Burg“ mal anders …

Auf die Challenge „500 Chöre singen ‚Ein feste Burg'“ habe ich ja schon einmal hingewiesen.
Bei dieser Aktion gibt es jetzt einen interessanten Gospelbeitrag vom Gospelchor „Good News“ aus Hermannsburg. HIER kann man ihn ansehen – und auch mit einem Klick zum Ausdruck bringen: „Gefällt mir“ … – Lasst Euch überraschen!

NGCT 2018: 7. bis 9. September in Uelzen

Endlich: DER TERMIN FÜR DAS 10. NORDDEUTSCHE GOSPELCHORTREFFEN STEHT!

Viele haben schon nachgefragt – zumal „turnusgemäß“ das 10. Norddeutsche Gospelchortreffen schon 2017 hätte stattfinden müssen. Wegen des Reformationsjubiläums mit seinen vielen Veranstaltungen wurde schon frühzeitig beschlossen, dass das Treffen erst 2018 stattfinden soll. Jetzt steht es fest: Zu seiner zehnten Ausgabe kehrt Deutschlands größtes und ältestes Gospelfestival an seinen Ursprungsort zurück – Das 10. „NGCT“ wird – wie schon das erste 1999 – in Uelzen stattfinden und zwar vom 7. bis 9. September 2018.

Weitere Infos folgen!

bahnhof_platz

Uelzen: Nicht nur bekannt durch den Hundertwasserbahnhof, sondern seit 1999 auch als „Mutter der norddeutschen Gospelszene“!

siehe auch: http://www.gospelszene.de/news/4488-10-norddeutsches-gospelchortreffen-ngct-2018/

Glückwunsch: Eröffnung der Pop-Akademie in Witten

GOSPEL IST DIE REFORMATION VON HEUTE

Meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche an die Pop-Akademie zu ihrer Eröffnung!
Martin Luther hat mit seinen Liedern den Anschluss an das Lebensgefühl der Menschen seiner Zeit hergestellt – UND die musikalische Tradition zeitgemäß weiterentwickelt – denn er hat ja auch mittelalterliche Gesänge verdeutscht und damit verständlich gemacht und modernisiert! Dieser musikalische Flügel des Reformationsgeschehens hat wesentlich zum Gelingen der Reformation beigetragen. Deshalb sind auch heute alle Bemühungen in dieser Richtung den Einsatz wert und wir brauchen deshalb auch – unter anderem – eine sehr viel größere Zahl von Stellen für Popularmusik in der Kirche. Und wir brauchen Menschen, die solche Stellen besetzen, die das nicht als Ersatz oder Verdrängung der „klassischen Kirchenmusik“ sehen, sondern die im Idealfall von beidem Ahnung haben. Dann kann auch heute Reformation gelingen.
Übrigens sind die Gospelbewegung und der Aufschwung der kirchlichen Popularmusik insgesamt die vielleicht einzige einigermaßen nachhaltige Belebungskampagne der letzten dreißig Jahre in unserer Kirche – ungefähr so lange gibt es sie schon und sie ist immer noch frisch, sie erreicht gerade auch die sog. „mittlere Generation“, die in der Kirche sogar noch seltener zu finden ist als Jugendliche. Umso erstaunlicher: sie stand in keinem Strategiepapier der Kirchenleitung – weder im Konzept „Öffnen und Verdichten“ der VELKD noch im Kommunikationskonzept „Brücken bauen“, auch in evangelikalen Gemeindaufbaukonzepten („Überschaubare Gemeinde“ oder auch „NCD“) kam und kommt so etwas nicht vor. Nicht einmal so richtig im Papier „Kirche der Freiheit“, das zu einer Zeit entstand, als keiner mehr die Realität des Gospelbooms bestreiten konnte (1998 war das noch so: Da habe ich das „1. Norddeutsche Gospelchortreffen“ organisiert und musste mir von Kirchenleitenden und Kirchenpresse noch anhören, den von mir behaupteten „Gospel-Boom“ gebe es nicht, weshalb es für das Festival auch praktisch keine offizielle Unterstützung gab – nur der weltliche NDR berichtete begeistert …).
Was sagt uns das? Wir sollten weniger auf ausgefeilte Strategien vertrauen, schon gar nicht die Kirchenreform von Ideen erwarten, die den Gemeinden „top-down“ diktiert werden, sondern Ausschau danach halten, wo und wie das Evangelium auch heute seine Kraft entfaltet – das ist nämlich der Kern der Gospelbewegung; Gospel heißt ja übersetzt „Das gute Kraftwort“ und beschreibt damit das Wesen des Evangeliums, dem wir auch heute noch Veränderung zutrauen dürfen.
Jemand sagte kürzlich: „Auf den ‚Groove‘ kommt es an.“ Aber was ist „Groove“? Ein musikwissenschaftliches Lexikon definiert: „Groove entsteht durch eine Ungenauigkeit im Mikrorhythmus“  (weshalb man Menschen als Schlagzeuger braucht und keine „Rhythmusmaschine“ im Keybord!). Wir sollten also ein bisschen mehr „Ungenauigkeit“ wagen in der Kirche!