Category Archives: Reformation

Psalm 23 oder: “… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein …”

Lied: Der gute Hirte ist der Herr

1.
(G)
Der gute Hirte ist mein (Am) Herr,  (D)  es wird mir nichts (G) fehlen.
(G) Er weidet mich auf grüner (Am) Au, (D) führt mich zu frischen (G) Quellen.
(G) Er erquicket meine (Am) Seel. (D) Um seines Namens (G) willen
(G) führt er mich auf rechtem (Am) Weg, (D) keine Angst wird mich er- (G) füllen

Refr.:
(G) Nur bei dir, (C) Vater, (D) muss die Freiheit wohl (G) grenzenlos sein;
(Em) alle Sorgen werf ich (Am) auf dich, denn ich
(D) weiß mich in dir ge- (G) borgen und so
(C) wird, was groß und (G) wichtig erscheint,
(D) plötzlich nichtig und (G) klein

2.
Du bist bei mir, denn dein Stab   und dein Stock wird mich trösten
Du bereitest mir den Tisch   im Angesicht der Unerlösten
Herr, du salbst mein Haupt mit Öl,   wirst mir all die Fülle geben
Gutes und Barmherzigkeit   folgen ewig meinem Leben

(Refr. 2x: ) Nur bei dir, Vater …

(Verfasser unbekannt, aus der Pilgerbewegung)

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95 + 1 Gospel – Ein Gospelmarathon zum Lutherjahr

Wer würde nicht gerne wenigstens einmal im Leben einen Rekord aufstellen? Es muss ja nicht gleich ein Weltrekord sein, obwohl das ja auch ganz schön ist. Norddeutsche Gospelchöre wollen es versuchen und zwar am 19. August von 12.00 Uhr bis 19:00 Uhr; da wo in Hannover das Herz schlägt: am Kröpcke.

Die Aktion startet als Preevent für das große Bürgerfest in der Altstadt am 26.8. unter dem Motto: „95+1 Gospel”. 95 wegen des Thesenanschlags von Martin Luther (wenn es ihn denn gegeben hat, den Thesenanschlag). Aber warum +1? Na, in Hannover muss am Ende schon eine 96 stehen, erst recht jetzt, wo Hannover wieder Bundesligastadt ist …. Es werden also insgesamt 96 Gospel am Kröpcke erklingen und das non stop!

Mit von der Partie sind das David-Thomas-Trio, die Gospelinitiative Gehrden, Salt’n’Light aus Hameln, Crossing Gospel aus Göttingen und die Chöre der Gospelkirche: der GospelProjektChor Hannover und der Gospelchor Hannover. Auch das Publikum soll den einen oder anderen Song mitschmettern.

Nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag …

Liedermacher für Dortmund 2019 gesucht!

Der Berliner Kirchentag (hier ein Gospelvideo von dort) ist gerade erst vorbei, da wird bereits der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag vorbereitet

Wer als Texter oder Komponist an der Liederwerkstatt zum Kirchentag 2019 teilnehmen möchte, kann sich schon jetzt bewerben – die Liederwerkstatt findet vom 14.-17. Janur 2018 statt, bis dahin wird auch bereits die Kirchentagslosung feststehen. Die Bewerbungsunterlagen gibt es HIER.

Schon beim Berliner Kirchentag gab es endlich einmal “frischen Wind” und neue Ideen für das Kirchentagssingen (vorher sahen die DEKT-Liderhefte jahrzehntelang fast gleich aus). Die Innovationen hingen wohl zum einen mit dem Reformationsjubiläum zusammen, das “neue” Themen brachte (jedenfalls andere als in den letzten Jahren), zum anderen sicher auch damit, dass es auch für diesen Kirchentag bvereits eine Liederwerkstatt gab, an der auch neue Gesichter beteiligt waren.

“Ein feste Burg” mal anders …

Auf die Challenge “500 Chöre singen ‘Ein feste Burg'” habe ich ja schon einmal hingewiesen.
Bei dieser Aktion gibt es jetzt einen interessanten Gospelbeitrag vom Gospelchor “Good News” aus Hermannsburg. HIER kann man ihn ansehen – und auch mit einem Klick zum Ausdruck bringen: “Gefällt mir” … – Lasst Euch überraschen!

Glückwunsch: Eröffnung der Pop-Akademie in Witten

GOSPEL IST DIE REFORMATION VON HEUTE

Meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche an die Pop-Akademie zu ihrer Eröffnung!
Martin Luther hat mit seinen Liedern den Anschluss an das Lebensgefühl der Menschen seiner Zeit hergestellt – UND die musikalische Tradition zeitgemäß weiterentwickelt – denn er hat ja auch mittelalterliche Gesänge verdeutscht und damit verständlich gemacht und modernisiert! Dieser musikalische Flügel des Reformationsgeschehens hat wesentlich zum Gelingen der Reformation beigetragen. Deshalb sind auch heute alle Bemühungen in dieser Richtung den Einsatz wert und wir brauchen deshalb auch – unter anderem – eine sehr viel größere Zahl von Stellen für Popularmusik in der Kirche. Und wir brauchen Menschen, die solche Stellen besetzen, die das nicht als Ersatz oder Verdrängung der “klassischen Kirchenmusik” sehen, sondern die im Idealfall von beidem Ahnung haben. Dann kann auch heute Reformation gelingen.
Übrigens sind die Gospelbewegung und der Aufschwung der kirchlichen Popularmusik insgesamt die vielleicht einzige einigermaßen nachhaltige Belebungskampagne der letzten dreißig Jahre in unserer Kirche – ungefähr so lange gibt es sie schon und sie ist immer noch frisch, sie erreicht gerade auch die sog. “mittlere Generation”, die in der Kirche sogar noch seltener zu finden ist als Jugendliche. Umso erstaunlicher: sie stand in keinem Strategiepapier der Kirchenleitung – weder im Konzept “Öffnen und Verdichten” der VELKD noch im Kommunikationskonzept “Brücken bauen”, auch in evangelikalen Gemeindaufbaukonzepten (“Überschaubare Gemeinde” oder auch “NCD”) kam und kommt so etwas nicht vor. Nicht einmal so richtig im Papier “Kirche der Freiheit”, das zu einer Zeit entstand, als keiner mehr die Realität des Gospelbooms bestreiten konnte (1998 war das noch so: Da habe ich das “1. Norddeutsche Gospelchortreffen” organisiert und musste mir von Kirchenleitenden und Kirchenpresse noch anhören, den von mir behaupteten “Gospel-Boom” gebe es nicht, weshalb es für das Festival auch praktisch keine offizielle Unterstützung gab – nur der weltliche NDR berichtete begeistert …).
Was sagt uns das? Wir sollten weniger auf ausgefeilte Strategien vertrauen, schon gar nicht die Kirchenreform von Ideen erwarten, die den Gemeinden “top-down” diktiert werden, sondern Ausschau danach halten, wo und wie das Evangelium auch heute seine Kraft entfaltet – das ist nämlich der Kern der Gospelbewegung; Gospel heißt ja übersetzt “Das gute Kraftwort” und beschreibt damit das Wesen des Evangeliums, dem wir auch heute noch Veränderung zutrauen dürfen.
Jemand sagte kürzlich: “Auf den ‘Groove’ kommt es an.” Aber was ist “Groove”? Ein musikwissenschaftliches Lexikon definiert: “Groove entsteht durch eine Ungenauigkeit im Mikrorhythmus”  (weshalb man Menschen als Schlagzeuger braucht und keine “Rhythmusmaschine” im Keybord!). Wir sollten also ein bisschen mehr “Ungenauigkeit” wagen in der Kirche!

Aktion “2017 Lutherrosen für 2017”

In Malawi kann man die Lutherrose an den ungewöhnlichsten Orten entdecken – u.a. auf einer CD mit Gospelmusik, wenn der Chor ein lutherischer ist, der sie aufgenommen hat, auf Kleidungsstücken (z.B. der Gebetsfrauen) oder auf Autos – wie hier zu sehen. Das Bild ist mein gerade eingereichter Beitrag zu einer Aktion zum Reformationsjubiläum, bei der 2017 Lutherrosen aus aller Welt gesammelt werden. (BTW: Ein ganz anderes Bild aus dieser Aktion findet man HIER)

 

Lutherrose Malawi IMG_0145.jpg

Musical “Katharina Lutherin”

Bierbrauerin, Hauswirtschaftsleiterin, theologische Gesprächspartnerin, gelernte Nonne und Martins “Herr Käthe” – all das und mehr war Katharina von Bora, die “Lutherin”, die erste Frau in einem evangelischen Pfarrhaus. Im Reformations-Jubiläumsjahr gibt es Anlass genug, sich mit dieser faszinierenden Frau der Reformation zu befassen. Auf unterhaltsame Weise ist das möglich mit einem Familien-Musical, das schon im vergangenen Jahr große Erfolge feierte und auch in diesem Jahr an mehreren Orten in Deutschland aufgeführt wird. Komponiert wurde es von der Pastorin und Gospelmusikerin Nicole Chibici-Revneanu, Direktorin des Bibelzentrums in Barth und Leiterin des “Gospelkombinats Nordost” sowie der Musicalcompany “Pommersche Engelspierken”, die das Musical unter Leitung der Komponistin noch viermal aufführen wird.
Und hier kann man “Katharina” erleben:
16. September, 13.30 Uhr Dom Greifswald (im Rahmen des Ökumenischen Kirchentages)
17. September, voraussichtlich 17.00 Uhr, Schlosskapelle Griebenow
27. Oktober, 18.00 Uhr, St. Matthäi-Kirche Gronau an der Leine
29. Oktober, 9.30 Uhr Versöhnungskirche Dresden (Derniere!)