Category Archives: Crossover

Rasmus predigt …

In einer Predigt über Johannes 14,15-19 habe ich versucht, meine Gedanken im Gespräch mit Motiven einer Geschichte von Astrid Lindgren (“Rasmus und der Landstreicher”) zu entwickeln. HIER ist sie! (Der Predigttext gehört zum Sonntag vor Pfingsten “Exaudi” – die Thematik passt aber auch zu anderen Zeiten)

 

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Feiert den Johannistag!

Die norddeutschen Bundesländer wollen einen zusätzlichen Feiertag einführen.
Mein Vorschlag dafür: Wir sollten uns ökumenisch darum bemühen, den Johannistag (24. Juni) zum Feiertag zu machen.
Folgende Gründe sprechen dafür – gerade auch im Vergleich mit dem bisher meistens vorgeschlagenen Reformationstag:
1. Theologisch ist Johannes der Täufer wichtiger als Martin Luther und die Reformator/inn/en; denn er ist eine biblische Gestalt als Vorläufer und Wegbereiter Jesu Christi. Vermutlich würde auch Martin Luther dieser Behauptung zustimmen. Und wenn es mit Luthers These 1 darum geht, deutlich zu machen, dass unser ganzes Leben eine Buße sein soll, dann hat Martin Luther damit ja nur erneut wiedergegeben, was Johannes gepredigt hat. Das heißt: Die reformatorische Botschaft ist im Johannistag mitenthalten.
2. Ökumenisch / Interreligiös: Der Johannistag ist nicht rein evangelisch, sondern für alle christlichen Konfessionen gleich. Zusätzlich ist er, obwohl aus christlicher Tradition stammend, auch für Muslime “anschlussfähig”: Johannes der Täufer wird auch von Muslimen als bedeutende Persönlichkeit der Glaubensgeschichte anerkannt. Auch dem Dialog mit dem Judentum kann eine Besinnung auf Johannes förderlich sein.
3. Tradition: Der Johannistag ist im Brauchtum bis heute stark verankert, z.T. sogar wieder stärker ins Bewusstsein getreten. Er gilt als Abschlusstag der Spargel- und Rhabarber-Saison, Pflanzennamen wie Johannistreu und Johanniskraut erinnern an seine Bedeutung und vor allem der Brauch des Johannisfeuers (“Mittsommer”) ist eine Tradition, die auch in Deutschland schon immer präsent war, im Zuge des Zusammenwachsens Europas aber in der jüngeren Vergangenheit vor allem in Norddeutschland immer häufiger aufgegriffen wird, da sie im benachbarten Skandinavien weit verbreitet ist (“St.Hans-Dag”)
4. “Gleichmäßige Verteilung” / Platz im Jahreskreis – Der Termin im Juni sorgt eher für eine gleichmäßge Verteilung von Feiertagen übers Jahr als der Reformationstag (im Oktober wird auch der Tag der dt. Einheit begangen) und ist als sommerlicher Feiertag jahreszeitlich attraktiver – Das bietet eine größere Vielfalt an Chancen für kirchliche Veranstaltungen (Freiluftgottesdienste, Tauffeste, Gemeindefeste, Regionalgottesdienste mit Radtouren und Wanderungen, Pilgeraktionen …). Vermutlich fördert der sommerliche Termin im Jahreskreis aber auch die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz dieses Tages – auch wer nicht an kirchlichen Feiern dieses Tages teilnehmen will, wird den Christen für einen freien Tag im Sommer besonders dankbar sein …
Kurz: Der Johannistag ist in Theologie und Tradition gut begründet, in besonderer Weise ökumenisch verantwortbar, er ist interreligiös und gesamtgesellschaftlich anschlussfähig und jahreszeitlich attraktiv.

Kleine Anmerkung: Ja, das Thema hier hat mit Gospel nicht viel zu tun – ich habe damit auch eine neue Kategorie auf diesem Blog eingeführt “Kirche und Gesellschaft”. Schon immer habe ich hier aber auch als “Liturgiker” gebloggt. Und mit dem Kirchenjahr hat das Thema ja in jedem Fall zu tun …

Greifswald: Record-Release-Konzert am 13. Januar 2018

Vor wenigen Tagen ist die fünfte CD des Gospelkombinates erschienen: „psalms & chorals“. Das möchte der Chor feiern und lädt zum Konzert am 13.01.2018, um 19 Uhr, in die Johanneskirche Greifswald ein.

Record-Release-Konzert am 13. Januar 2018

Dieses wird ein etwas anderes, eher interaktives Konzert. Die Kozertbesucher sind zum Mitmachen, Miträtseln, Mitsingen und Mitklatschen aufgefordert. Außerdem wird die eine oder andere ungewöhnliche und unveröffentlichte Version der von Nicole Chibici-Revneanu vertonten Psalmen zu sehen und hören sein.

Der Eintritt ist kostenlos.

Kleine Reformationspredigt mit Reinhard Mey

“Mit solchen Wörtern können Sie den Menschen heute nicht mehr kommen, Herr Pastor. Wer versteht denn noch solche Begriffe wie Schuld, Rechtfertigung oder Gnade?!“ So oder ähnlich höre ich es öfter. Und ich frage mich: Warum ist ein Wort wie „Gnade“ heute kaum noch verständlich? Nur weil es ein altmodisches Wort ist? Oder hat das damit zu tun, dass wir die Erfahrung der Gnade nicht mehr kennen? Dass unsere Welt, vor allem die Arbeitswelt „gnadenlos“ geworden ist?
Ist es nicht immer so? Wir können am meisten mit den Worten anfangen, mit denen wir Erfahrungen verbinden. Vor dreißig Jahrne kannte niemand das Wort „downloaden“ Und auch heute ist es denen eher fremd, die Computer und Internet nicht nutzen. Wer das aber tut, der kennt nicht nur dieses „neudeutsche“ Wort – sondern der tut es auch – Inhalte aus dem Netz auf den eigenen Computer übertragen, sie eben „downloaden“.
Können wir Erfahrungen der Gnade machen? Und so auch das Wort neu verstehen und das Anliegen der Reformation, deren Parole „Allein aus Gnade“ lautet?
Reinhard Mey beschreibt eine Erfahrung der Gnade in einem Lied: Ein Junge hat sein Zeugnis mit den schlechten Noten selbst unterschrieben – mit den Namen seiner Eltern. Der Direktor bestellt die Eltern zu sich, holt das Kind dazu und präsentiert den Eltern die krakelige Unterschrift auf dem Zeugnis. Triumphierend fragt er: „Sollen das etwa Ihre Unterschriften sein?“ Der Junge will im Boden versinken, weil sein Betrug auffliegt und die Eltern von ihm jetzt sicher enttäuscht sind. Er fürchtet die Strafe. Aber zunächst sagt der Vater:“Ja, das ist meine Unterschrift“ und dann bestätigt auch die Mutter, das Zeugnis kenne sie natürlich und natürlich habe sie das unterschrieben. Die Eltern selbst stellen das Vertrauensverhältnis zwischen sich und ihrem Kind wieder her, obwohl das Kind etwas falsch gemacht hat. Sie stehen zu ihrem Kind – nicht nur mit seiner Schwäche, die sich in den schlechten Noten zeigt, sondern auch mit dem, was es falsch gemacht hat, mit seiner Schuld. So wie diese Eltern verhält sich auch Gott zu uns Menschen. Das ist gemeint, wenn Paulus im Römerbrief schreibt: „Wir werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Kapitel 3, Vers 24). Gott nimmt uns an, sagt Ja zu uns, auch wenn unsere Leistungen nicht ausreichen und er nimmt unsere Schuld auf sich und trägt sie weg. Gott ist gnädig, Gott sei Dank.
Wir brauchen die Erfahrung der Gande heute nötiger denn je. Immer mehr Menschen leiden unter dem „Burn-out-Syndrom“, brechen zusammen unter den Leistungsanforderungen, die andere oder sie selbst an ihr Leben stellen. Wie gut tut es Menschen, wenn sie erfahren: Es gibt jemanden, der Ja zu mir sagt, ohne Bedingungen, der meine Not und meine Angst und mein Versagen – meine schlechten Noten und meine gefälschte Unterschrift – zu seiner eigenen Sache macht und dem ich deshalb bedingungslos vertrauen kann. Wie gut ist es, wenn Menschen Gott kennen und wissen: Zu ihm darf ich so kommen, wie ich bin. Hier ist ein Ort, an dem ich keine Angst zu haben brauche.
Übrigens: Auch die Gnade Gottes kann man „downloaden“ – sie aus der Bibel übertragen ins eigene Leben. Liedverse, die wir singen oder beten können uns dazu helfen – zum Beispiel dieser (im Evangelischen Gesangbuch Nr. 440, im katholischen Gotteslob Nr. 666:) „All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu. Sie hat kein End‘ den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.“ Wer sich jeden Morgen an die Gnade Gottes erinnern lässt, der hat einen guten Schutz für die Belastungen unserer oft gnadenlosen Zeit – und eine gute Zuflucht, wenn er an seine Grenzen kommt.

Kyrie und Gloria – weltlich gesehen

Gerade (wieder) entdeckt: auch ein Zugang zur Liturgie! (das erste Mal, dass ich etwas “reblogge” …)

Kraftwort

Was ich nicht habe – Was ich habe, aber nicht will – Was ich habe: Das sind die drei Teile des Textes von Poetry Slammerin Julia Engelmann. Die ersten beiden Teile entsprechen dem, was in der Liturgie des Gottesdienstes mit dem Kyrie eleison gemeint ist: Ich darf meine Defizite aussprechen, und damit verlieren sie ihre Macht. Danach bin ich frei, auch dankbar Gott zu loben für das, was er mir geschenkt hat (das entspricht in der Liturgie dem Lobgesang des Gloria) … Gut gemacht, Julia!

Nachlesen (oder mitlesen) kann man den Text übrigens hier

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Psalm 23 oder: “… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein …”

Lied: Der gute Hirte ist der Herr

1.
(G)
Der gute Hirte ist mein (Am) Herr,  (D)  es wird mir nichts (G) fehlen.
(G) Er weidet mich auf grüner (Am) Au, (D) führt mich zu frischen (G) Quellen.
(G) Er erquicket meine (Am) Seel. (D) Um seines Namens (G) willen
(G) führt er mich auf rechtem (Am) Weg, (D) keine Angst wird mich er- (G) füllen

Refr.:
(G) Nur bei dir, (C) Vater, (D) muss die Freiheit wohl (G) grenzenlos sein;
(Em) alle Sorgen werf ich (Am) auf dich, denn ich
(D) weiß mich in dir ge- (G) borgen und so
(C) wird, was groß und (G) wichtig erscheint,
(D) plötzlich nichtig und (G) klein

2.
Du bist bei mir, denn dein Stab   und dein Stock wird mich trösten
Du bereitest mir den Tisch   im Angesicht der Unerlösten
Herr, du salbst mein Haupt mit Öl,   wirst mir all die Fülle geben
Gutes und Barmherzigkeit   folgen ewig meinem Leben

(Refr. 2x: ) Nur bei dir, Vater …

(Verfasser unbekannt, aus der Pilgerbewegung)

GOOD DAY „Micha Keding´s Gospel Connection“ präsentiert neue CD

Konzert am 20.08.2016 um 19.00h in der Christuskirche, Hasbergen
Moderne und traditionelle Klänge, afrikanische Rhythmen, Latin, Dixieland, Pop-Balladen, Worship und mehr – die Vielfalt der Gospelmusik erfüllt das Tonstudio „Hire“ in Ottersberg: die mittlerweile sechste Gospel-Produktion des Gospelchores „Gospel Connection“ unter Leitung von Micha Keding entsteht: „Good Day“.
Micha Keding schafft es auch in dieser Produktion die unterschiedlichen Facetten der Gospelmusik in seinen Arrangements zu verbinden und die unterschiedlichsten Menschen mit seiner Musik zusammen zu bringen.
Im August 2016 wird die neue CD veröffentlicht und das feiert die Gospel Connection mit einem großen CD-Release Konzert 20.8. in Hasbergen. Zusammen mit der Gospel Connection Band entsteht live ein genialer Mix, bei dem Begeisterung, Leidenschaft und Spaß für Sänger und Zuhörer garantiert sind – ein Höhepunkt für Gospel-Liebhaber! Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

Grönemeyer singt Gesangbuchlied

Schöne Verbindung von Alt und Neu:

Das Lied “Der Mond ist aufgegangen”, gedichtet von Matthias Claudius im Jahr 1779, steht übrigens komplett im Evangelischen Gesangbuch (EG) unter der Nummer 482. Die Melodie wurde 1790 von Johann Abraham Peter Schulz 1790 komponiert – und “funktioniert” heute noch, wie man sieht!