Super-Gospel-Neuerscheinung!

Super-Gospel-Neuerscheinung!

Dass Stephan Zebe tolle Gospelarrangements – sowohl für Chöre als auch Klaviersätze – schreibt, ist Gospelchorleitern längst bekannt. Hier hat er nun nicht nur eigene Werke veröffentlicht, sondern das Beste von allen deutschen Gospelkomponisten versammelt, die sich gerade in jüngster Zeit mit dem Thema “Gospel und Liturgie” befasst haben. Herausgekommen ist dabei eine Sammlung von 94 Gospelstücken, die alle einen liturgischen, also gottesdienstlichen Bezug haben (aber natürlich trotzdem auch im Konzert gesungen werden können!). Das beginnt bei der Eröffnung des Gottesdienstes mit Liedern wie “Let your praise begin” von Micha Keding, “In your presence” von Peter Hamburger oder “Yes, the presence of the Lord”, bei dem Stephan Zebe meinen Chorsatz mit Klavierbegleitung versehen hat. Es folgen Lieder zu Psalmtexten, zum “Gloria patri” (Ehr sei dem Vater) und zum “Kyrie eleison” (von den sehr zahlreichen Kyrie-Stücken gefallen mir Reinhard Pikoras “Mercy II” – Nr. 34 – und Christiane Etzolds “Lord have mercy” – Nr. 37 – besonders gut). Peter Hamburger hat in seiner Gospelliturgie zahlreiche traditionelle liturgischen Stücke ansprechend neu im Gospel-Style arrangiert. Viele dieser Bearbeitungen sind in “Glory to God” enthalten. So wird das Kapitel zum “Gloria in excelsis” (Ehre sei Gott in der Höhe) mit Hamburgers sehr gelungenem Chor- und Klavierarrangement des Chorals “Allein Gott in der Höh sei Ehr” eröffnet. Auch Niko Schlengers “Ehre und Herrlichkeit” und Joachim Dierks’ “Lift Him up” haben mich auf Anhieb angesprochen. Und natürlich habe ich mich gefreut, dass auch meine Version von “Ehre sei Gott in der Höhe”, die Gregorianik und Gospel kombiniert Eingang in die Sammlung gefunden hat (manchen bereits bekannt aus meinem Buch “Gospelimpuls”). Unter den “Halleluja”- Vertonungen kann Friedemann Wutzlers “Latino-Halleluja” hervorgehoben werden. Zum gemeinsamen Singen mit der Gemeinde kann das karibische Halle- Halle- Halle- halle …” Nr. 56 Verwendung finden, hier für Chor und Piano arrangiert vom Herausgeber Stephan Zebe selbst. Zum Glaubensbekenntnis gibt es leider nur einen Beitrag, “I believe”, ein schönes Stück, eingängig wie man es vom Autor Micha Keding gewohnt ist. Beim Abendmahl darf “Let us break bread together” nicht fehlen – in einem “Jeff-Guillen”-Arrangement. Die anderen Abendmahls-Beiträge vertonen hauptsächlich das “Sanctus” (Heilig – “Holy”) aus der Abendmahlsliturgie in vielen Variationen. Doch auch das Vaterunser und drei Vertonungen des “Agnus Dei” (Christe du Lammm Gottes / Lamb of God) sind vertreten. Im abschließenden Teil “Sendung und Segen” darf natürlich Mathias Nagels Gospelversion von “Verleih uns Frieden gnädiglich” ebenso wenig fehlen wie “May the Lord send angels” von Helmut Jost / Ruthild Wilson und Joachim Dierks’ “God will bless you”. Gut finde ich auch die verschiedenen Verzeichnisse für deutschsprachige Stücke, a capella-Stücke und natürlich die Anordnung der Lieder nach der traditionellen Gottesdienstordnung. Für die Fülle des für jeden Gospelchor uneingeschränkt brauchbaren Materials sind zudem die Preise der beiden Ausgaben unschlagbar günstig: die Partiturausgabe gibt es für 19,90, die Gesangsausgabe schon ab 6,90 €. Deshalb: “Sechs von fünf Sternen”!

P.S.: Das Buch ist natürlich die ideale “praktische Füllung” für alle, die schon mit meinem Buch “GOSPELIMPULS” arbeiten. Und wer “Glory to God” verwendet und – außer den Liedern selbst – noch Anregungen für die Verbindung von Gospel und Liturgie braucht, dem sei mein Buch auch an dieser Stelle noch einmal empfohlen – besonders das Kapitel “Statt einer Gospelagende – ein Spaziergang druch die Liturgie” – Infos zum Buch: https://gospelimpuls.wordpress.com/das-buch/  bzw. HIER

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One thought on “Super-Gospel-Neuerscheinung!

  1. Alles richtig – nur eine kritische Anmerkung zu “glory to God” kann ich mir nicht verkneifen: Wenn Deutsche englische Texte schreiben, gibt es nach meinem Eindruck ein paar Fallen, in die auch die hier vertretenen Autoren bisweilen hineingetappt sind. So sprechen Deutsche das englische Wörtchen “Our” oft “Auer” aus, machen daraus also zwei Silben. Für native speakers hat es aber nur eine. In mehreren Liedern ist spürbar, dass die Autoren das so “deutsch” empfunden haben – leider gleich in der “Nr. 1” in der zweiten zeile: “Fill our hearts you have made” – hier sollte man den bindebogen in der 2. Auflage über die ersten beiden Achtel setzen und “our” erst auf das f singen, dann wäre das Problem schon gelöst …
    Nichts für ungut – trotzdem ein tolles Liederbuch!

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