Gottesdienstmaterial: Ein modernes Märchen zur Sinnfrage

Das Märchen vom sprechenden Computer

Ein Mann sitzt am Computer, recherchiert viele Dinge, sucht Informationen, liest, schaut sich Bilder an. Plötzlich fängt der Computer an zu sprechen:

„He, du!” „Was ist das?” wundert sich der Mann. „Ja, dich meine ich! Ich bin dein Computer. Ständig suchst du bei mir Informationen, fragst mich etwas und ich soll dir antworten. Heute drehen wir das mal um. Ich will dich etwas fragen, und du sollst mir antworten.”

Der Mann hat, wie die meisten Computernutzer, eigentlich keine Zeit. Aber er ist auch neugierig, wie die meisten und fragt sich, was das wohl wird. Also sagt er: „Na gut. Was willst du wissen?”

„Du hast da so ein Ding, das sehe ich manchmal durchs Fenster, das ist für dich anscheinend fast genauso wichtig wie ich. Das sieht so aus” – auf dem Monitor erscheint das Bild eines Autos. „Sag mir: Was ist das?” „Ein Auto” antwortet der Mann. „Und wozu ist das da?” „Damit komme ich schneller an einen anderen Ort, damit kann ich hinfahren, wo ich will, Leute besuchen, einkaufen, Urlaub machen.” „Na gut”, sagt der Computer und zeigt einen Tisch. „Wenn ich so nach unten schiele, sehe ich so etwas und wenn du die Tür ins nächste Zimmer offenlässt sehe ich da auch so ein Ding stehen.. Was ist das?” „Das ist ein Tisch” sagt der Mann. „Wozu ist der da?” „Darauf kann ich Dinge abstellen. Wenn ich keinen Tisch hätte, müsstest Du auf den Boden stehen, das wäre für mich sehr unbequem. Und beim Essen sitze ich auch am besten an einem Tisch.” „Na gut”, sagt der Computer und zeigt wieder ein anderes Bild. Verblüfft sagt der Mann:. „Huch, das bin ja ich”, denn auf dem Bildschirm erscheint sein eigenes Gesicht.„Das weiß ich wohl, dass du das bist”, sagt der Computer. „Aber genau das will ich ja auch wissen: Wozu bist du eigentlich da?”

Das Märchen kann vorgelesen werden, ggf, auch mit mehreren Sprechern. Oder man macht daraus ein Anspiel: Dann sitzt die Hauptperson am Laptop, und über Beamer werden die erwähnten Bilder für alle sichtbar gemacht. Dann braucht man ebenfalls drei Personen für die Rollen – den Erzähler, den User und den sprechenden PC (Stimme “aus dem Off”)

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