Aus einer GOSPELIMPULS-Rezension von Eva von der Heyde

Eva von der Heyde ist Leiterin des Gospelchores der Leipziger Thomaskirche „Open Up Wide“ (also Gospel-Kantorin an der Kirche, an der auch Johann Sebastian Bach gewirkt hat …) und Mitglied des EKD-weiten Arbeitskreises „Gospel in der Kirche“. Näheres über ihren Chor findet man unter http://www.gospel-leipzig.de. Intensiv hat sie sich in einer Buchbesprechung mit dem Buch “GOSPELIMPULS” auseinandergesetzt. Hier wird die Rezension in Auszügen wiedergegeben. Sie erschien zuerst in “Für den Gottesdienst”, einer Arbeitshilfe aus dem Michaeliskloster, dem EKD-Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik.

“GospelImpuls” … bietet Gemeindechören die Möglichkeit, sich mit Gospelsingen zu beschäftigen. Mit seinen vielen Beispielen lädt es ein, mit dem eigenen Chor in der eigenen Gemeinde Gospelgottesdienst zu feiern. Jedes Beispiel wird mit einer Vorbemerkung zu der gottesdienstlichen Situation eingeleitet. Der Autor schafft eine Atmosphäre der Offenheit, sich mit den Inhalten von Gottesdienst, Liturgie und Kirchenjahr in aller Freiheit auseinanderzusetzen und einen ganz eigenen Weg zu suchen und zu finden.
Wolfgang Richter stellt sich der Herausforderung, eine gute Verbindung zwischen den liturgischen Elementen eines Gospelgottesdienstes herzustellen. Gesungenes und gesprochenes Wort bilden eine Einheit. Der Autor lässt Worte im musikalischen Kontext nicht wie Fremdkörper erscheinen. Gleichzeitig werden die Gospelsongs so gut in den liturgischen Ablauf eingebettet, dass der ungeübte Hörer die Bedeutung der Lieder inhaltlich und emotional nachvollziehen kann. Die Leserinnen und Leser bekommen zahlreiche Anregungen zu einer gelingenden Verbindung von Musik, Musikern, Predigt und Gemeinde. Vor allem lädt Wolfgang Richter ein, mit allen liturgischen Elementen kreativ umzugehen, sie zu entfalten und für ungeübte Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer nachvollziehbar erlebbar zu machen.
Es wird deutlich: Gospelgottesdienste zielen auf starke Beteiligung aller am gottesdienstlichen Geschehen Mitwirkenden. Dazu gehört neben den offensichtlich Agierenden auch die Gemeinde. Dies geschieht meistens durch Mitsingen und Mitklatschen. Außerdem greift Richter auf Elemente inzwischen etablierter Andachts- und Gottesdienstformen wie die der Thomasmesse und der Taizé-Andacht zurück. … So wird das gottesdienstliche Erleben auf alle Sinne ausgeweitet. … Gleichzeitig ergibt sich eine hohe emotionale und sinnliche Erlebniswelt.
… Wünschenswert wäre es, dass alle Songs mit Akkordsymbolen versehen wären. Das würde manchem ungeübten Gospelinterpreten die Handhabe erleichtern.
Interessant ist das Kapitel über „Flow-Killer“. Flow, der Spannungsbogen, der sich natürlich durch den Gottesdienst zieht. Er entsteht aus dem Ineinandergreifen aller gottesdienstlichen Elemente. …
GospelImpuls … schreit nach einer Fortsetzung …

Eva von der Heyde

Eigene Anmerkung: Die ersehnte Fortsetzung ist erst mal dieses Blog. Meine eigene Selbstvorstellung des Buches gibt es hier: https://gospelimpuls.wordpress.com/das-buch/

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